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Auswärtsniederlage beim ASV Zirndorf

Sonntag, 25. August 2019

 

(jsl) Zirndorf

 

Die Aufsteiger FC Wendelstein und TV Hilpoltstein bestätigten am Wochenende ihre beeindruckende Frühform in der Bezirksliga Mittelfranken Süd. Der TV eröffnete am Freitag den fünften Spieltag mit einem 1:3 beim ebenfalls gut in die Saison gestarteten TSV Greding. Der FC Wendelstein zog am Samstag mit den Hilpoltsteinern nach Punkten (10) gleich, denn man rang das punktlose Schlusslicht SG TSV/DJK Herrieden mit 4:2 nieder. Neben der SG warten auch der SV Ornbau (1 Punkt) und der SV Marienstein (2 Punkte) weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Der TSV 1860 Weißenburg besiegte den SV Ornbau im Kirchweih-Heimspiel nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 3:2, während der ASV Zirndorf über den SV Marienstein mit 3:0 die Oberhand behielt.

 

ASV Zirndorf – SV Marienstein 0:3 (0:2)

 

"Wir machen den Gegnern das Toreschießen weiterhin zu einfach und vor dem gegnerischen Tor fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit. Der Zirndorfer Sieg geht auf Grund deren reiferer Spielanlage schon in Ordnung", resümierte SVM-Trainer Stephan Zengerle nach Schlusspfiff. In der 18. Spielminute gingen die Hausherren in Führung, als Jonas Zehmeister aus halblinker Position im Strafraum abschließen durfte und das Leder im langen Eck versenkte. In der Folge hatte der SVM durchaus Chancen zum Ausgleich. Tobias Eisenschenk wurde schön freigespielt, lief alleine auf ASV-Schlussmann Andreas Hofmann zu und hob das Leder über diesen und auch knapp über das Tor. Kurz darauf setzte sich Fabian Streller über die rechte Seite durch und blieb mit seinem Querpass auf den freistehenden Manuel Bittlmayer hängen. Weitaus effektiver zeigten sich die Zirndorfer kurz vor der Pause. Zehmeisters erster Schuss konnte noch geblockt werden, doch der Nachschuss aus der Nahdistanz schlug im Winkel ein. Im zweiten Durchgang bemühten sich die Blau-Weißen um den Anschlusstreffer ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden. In der Schlussphase boten sich Bittlmayer zwei Schusschancen, doch er verfehlte das Ziel. Als Oumar Dieng in der Schlussminute das 3:0 markierte, stand ohnehin bereits fest, dass die Punkte in Zirndorf verbleiben würden.

 


Anspruchsvolle Aufgabe in Zirndorf (Sa., 15.00) und Pokalaus bei der SpVgg Roth

Donnerstag, 22. August 2019

(jsl) Marienstein/Roth Bereits am Freitag eröffnen der TSV Greding und der TV Hilpoltstein den fünften Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd und dabei kommt es zu einem ersten Topspiel der noch jungen Saison. Der gastgebende Tabellenführer ist ebenso ungeschlagen wie die drittplatzierten Gäste. Neben dem TV Hilpoltstein legte mit dem auf Rang 2 liegenden SV Raitersaich (9 Punkte) ein weiterer Aufsteiger einen beeindruckenden Saisonstart hin. Das Team aus dem Landkreis Fürth gastiert am Sonntag bei einem weiteren Liganeuling, dem FC Dombühl. Der SV Marienstein will hingegen nach der 0:6-Heimschlappe gegen den FC Wendelstein am Samstag beim ASV Zirndorf, der mit einem Sieg, zwei Remis und einer Niederlage durchwachsen in die Saison startete, wieder in die Spur kommen. SVM-Trainer Stephan Zengerle ist sich dabei der Herausforderung bewusst: "Das wird sicherlich erneut ein schwieriges Spiel für uns. Die zahlreichen Ausfälle machen uns weiterhin zu schaffen und es dauert wohl einfach noch, bis sich das Team findet. Fest steht aber auch, dass wir uns so nicht präsentieren brauchen, wie es letzten Sonntag der Fall war. Wir müssen als Mannschaft kompakter agieren, die taktische Disziplin wahren und die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen. Dann kommt es auch nicht mehr zu so einfachen Gegentoren wie zuletzt." Zengerle hofft darauf, nun auch mal "einen dreckigen Sieg einzufahren". Bereits am Mittwoch trat der SV Marienstein im Viertelfinale des Toto-Pokals auf Kreisebene bei der SpVgg Roth an und schied dort durch eine unglückliche Niederlage nach Elfmeterschießen aus. In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste, die in der Vorsaison bis in das Finale vorstießen und in Roth mit einem gemischten Team mit Spielern der ersten und zweiten Mannschaft antraten, das Spielgeschehen. Nachdem zunächst zwei Großchancen ausgelassen worden waren, sorgten Marco Reizammer (20.) und Fabian Streller (32.) für eine beruhigende Halbzeitführung. "Nach dem Seitenwechsel war dann Sand im Getriebe und wir agierten nicht mehr so kompakt", befand Zengerle nach dem Schlusspfiff. Serdar Sahan (50.) und Marco Schneider (65.) nutzten diese Schwächephase aus und sorgten für den Ausgleich. In der Schlussphase agierten beide Mannschaften mit offenem Visier. Timo Bosch mit einem Abschluss, den der SpVgg-Torwart Patrick Trost an die Latte lenkte, und ein Rother Akteur mit einem Schuss an den Außenpfosten hatten die jeweilige Führung auf dem Fuß. Auch gegen Streller blieb Trost zwei Mal Sieger und Fabian Wohlwend verfehlte das lange Eck um Zentimeter. Somit musste im direkten Anschluss das Elfmeterschießen entscheiden, in dem der Kreisklassist das bessere Ende auf seiner Seite hatte.


Heimdebakel: SV Marienstein - FC Wendelstein 0:6 (0:1)

Sonntag, 18. August 2019

(jsl) Marienstein Bereits am Freitag eröffneten der ASV Zirndorf und der TSV 1860 Weißenburg den vierten Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd, wobei die Hausherren in der Schlussphase zum 2:2 ausglichen und sich somit einen Zähler sicherten. Tags darauf duellierten sich die TSG Roth und der SV Ornbau. Dank eines torlosen Remis konnten die beiden bis dato punktlosen Teams den ersten Zähler der Saison einfahren. Weiterhin punktlos ist die SG TSV/DJK Herrieden, die am Sonntag mit 1:2 dem TSV Greding unterlag. Die noch ungeschlagenen Gäste eroberten sich mit nun 10 Punkten die Tabellenführung. Nur einen Punkt weniger hat der SV Raitersaich auf dem Konto. Der starke Aufsteiger setzte sich mit 3:0 gegen den TSV Freystadt durch. Der SV Marienstein, der am vergangenen Wochenende Tabellenführer TSV Greding beim 0:0 den bisher einzigen Punktverlust zufügte, erlebte derweil einen rabenschwarzen Sonntag im Hofmühl-Sportpark. Gegen den FC Wendelstein ging der SVM mit 0:6 baden.

SV Marienstein - FC Wendelstein 0:6 (0:1)

Entsprechend bedient war Trainer Stephan Zengerle nach Schlusspfiff: „Mit der ersten Halbzeit kann ich noch leben. Die zweite Hälfte war schon sehr bitter. Das war nicht ligatauglich, was da abgeliefert wurde. Wir ließen eigentlich alles vermissen, was nötig ist, um in dieser Liga zu bestehen.“

Verletzungs- und urlaubsbedingt musste Zengerle erneut auf zahlreiche Stammkräfte verzichten und so kamen zahlreiche Nachwuchskräfte von Beginn an zum Zug. Bereits in der 13. Spielminute machten es die Hausherren dem Gegner zu einfach. Trotz klarer Zuordnung köpfte Benedikt Rück nach einem Eckball am kurzen Pfosten zum 0:1 ein. In der Folge kämpfte sich der SVM ins Spiel und hatte vom Elfmeterpunkt die Chance auf den Ausgleich, nachdem Fabian Streller durchgebrochen und von FC-Torhüter Benjamin Schote gefällt worden war. Manuel Bittlmayer schoss den Strafstoß jedoch neben den linken Pfosten. Bis zum Halbzeitpfiff boten sich den Vorstädtern, denen das Pokalspiel vom Mittwoch noch in den Knochen steckte, Gelegenheiten zum Ausgleich. Kapitän Andreas Knör zweimal aus aussichtsreicher Position und Streller nach einer Hereingabe verpassten das 1:1.

Mit einem Doppelschlag zwischen der 50. und 56. Spielminute entschied der Aufsteiger das Spiel. Nach einem Mariensteiner Fehlpass im Mittelfeld erreichte das Leder über zwei Stationen Tim Zangel, der zunächst erhöhte und wenig später nach einer Hereingabe von der rechten Seite das 0:3 erzielte. Nun ergaben sich die Mariensteiner in ihr Schicksal und ließen das nötige Aufbäumen vermissen. Folgerichtig schraubten Jonas Hammel mit zwei Treffern und Dennis Schwalb in der Schlussminute das Ergebnis auf 0:6. Viel Zeit zum Verarbeiten dieser Niederlage bleibt den Blau-Weißen nicht, denn bereits am Mittwoch tritt man im Viertelfinale des Toto-Pokals auf Kreisebene bei der SpVgg Roth an.


Heimspielauftakt unserer Ersten am Sonntag

Freitag, 02. August 2019

Neben dem FC Dombühl und dem SV Raitersaich gewann mit dem TV Hilpoltstein am Sonntag Abend auch ein dritter Aufsteiger seine Auftaktpartie in der Bezirksliga Mittelfranken Süd. Die Partie gegen den FV Dittenheim endete 1:0. Da das Spiel zwischen dem TSV 1860 Weißenburg und dem ESV Ansbach-Eyb am ersten Spieltag im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser fiel“, greifen diese beiden Teams erst am kommenden Wochenende in das Geschehen ein. Die "Sechzger" sind bereits am Freitag bei Liganeuling FC Wendelstein gefordert, während der ESV am Samstag die TSG Roth empfängt. Der SV Marienstein möchte am zweiten Spieltag die 4:1-Niederlage beim FC Dombühl korrigieren. Die Möglichkeit hierzu besteht am Sonntag, wenn ab 15.00 Uhr der STV Deutenbach im Hofmühl-Sportpark gastiert.

So. (15.00 Uhr): SV Marienstein - STV Deutenbach

„Es war leider kein guter Auftakt für uns. Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen und hatten in den ersten 15 Minuten etwa 80% Ballbesitz. Nach einem schönen Angriff hätten wir durch Andreas Knör in Führung gehen können, haben dann aber binnen zehn Minuten durch drei Aussetzer das Spiel hergeschenkt. Wir müssen einfach konzentrierter sein, die groben Fehler abstellen und mehr Durchschlagskraft entwickeln“, blickt SVM-Trainer Zengerle auf die Auftaktniederlage zurück. In dieser sieht er auch ein gutes Omen: „In den letzten drei Jahren haben wir das erste Spiel verloren, hatten einige Startschwierigkeiten und haben uns dann gesteigert.“ Nach Möglichkeit soll eine Leistungssteigerung schon am Sonntag zum ersten Sieg führen. Bedingt durch die Rückkehr einiger Spieler und das Fehlen anderer wird es zahlreiche Änderungen in der Aufstellung geben. Die Gäste beendeten die Vorsaison auf Mittelfeld-Rang 9 und starteten ebenfalls mit einer Niederlage in die neue Spielzeit: Im Landkreis-Derby behielt der ASV Zirndorf mit 0:1 die Oberhand.


Missglückter Saisonauftakt: FC Dombühl - SV Marienstein 4:1 (2:0)

Sonntag, 28. Juli 2019

(jsl) Marienstein

Vor der stattlichen Kulisse von 550 Zuschauern und mit festlichem Rahmen wurde am Freitag Abend in Ornbau die neue Spielzeit der Bezirksliga Mittelfranken Süd eröffnet. Dank eines Treffers durch Steffen Schöllhammer kurz vor der Halbzeitpause behielt Landesligaabsteiger SC Aufkirchen im Lokalduell mit 0:1 die Oberhand. Am Sonntag gab es den ersten Spielausfall der noch jungen Saison, denn nach einem Gewitter war der Platz des TSV 1860 Weißenburg unbespielbar. Von zahlreichen Trainern wurden vor Saisonbeginn die Aufsteiger hoch gehandelt und diese wurden dieser Einschätzung am ersten Spieltag bereits gerecht. Der SV Raitersaich dominierte bei der TSG Roth die zweite Hälfte und kam zu einem 1:4-Erfolg. Ebenso überzeugend gestaltete der FC Dombühl seinen ersten Saisonauftritt. Leidtragender war der SV Marienstein, für den es beim 4:1 nichts zu holen gab.

 

FC Dombühl - SV Marienstein 4:1 (2:0)

SVM-Trainer Stephan Zengerle musste beim Gastspiel in Dombühl auf zahlreiche Stammkräfte, wie z.B. Fabian Streller, Stephan Steib oder Sebastian Schmelz, verzichten. In der Anfangsphase konzentrierten sich beide Teams auf die Abwehrarbeit und entsprechend lange mussten die Zuschauer auf die erste Torchance warten. Diese hatte Manuel Bittlmayer, der FC-Schlussmann Dominic Wächter mit einem Distanzschuss vor keine größeren Probleme stellen konnte. In der 18. Spielminute wurde Timo Beck nach einem Fehler in der Mariensteiner Abwehr angespielt und ließ Torhüter Gabriel Rehm keine Chance. Vom ersten Bezirksliga-Treffer der Vereinsgeschichte beflügelt übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando auf dem Platz und erhöhten zehn Minuten später. Nach einer Hereingabe von Pascal Kilian stand Felix Schnotz goldrichtig und netzte ein. Zu allem Überfluss dezimierten sich die Vorstädter kurz darauf selbst, als Bittlmayer wegen Nachtretens die rote Karte sah.

Trotz Unterzahl und hohen Temperaturen zeigte der SVM nach der Pause Moral und kämpfte sich zurück in das Spiel. Belohnt wurde der Einsatz in der 62. Minute, als Tobias Eisenschenk nach einem Eckball den Anschlusstreffer erzielte. Kurz darauf stellten die Hausherren nach einer schönen Kombination durch Manuel Huber den alten Abstand wieder her. Die Gäste stemmten sich weiter gegen die Niederlage und beinahe hätte Sebastian Heimisch per Freistoß verkürzt. Mit dem 4:1 durch Amin Eghbalpoor in der 75. Spielminute war die Gegenwehr der Blau-Weißen dann endgültig gebrochen und Rehm verhinderte in der Schlussphase eine noch höhere Niederlage.


Sa. (16.00 Uhr): Es geht wieder los - Saisonauftakt beim FC Dombühl

Donnerstag, 25. Juli 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Mit zwei attraktiven Duellen werden am Freitag Abenden die beiden mittelfränkischen Bezirksligen eröffnet. In der Nord-Staffel kommt es dabei zum Erlanger Stadtderby zwischen der SpVgg und dem TV 48. In der Süd-Staffel, in der der SV Marienstein zum vierten Mal in Folge an den Start geht, wird diese Ehre dem SV Ornbau und dem SC Aufkirchen zuteil. Die Gäste gelten als Landesligaabsteiger als heißer Kandidat auf die vorderen Plätze. Gleiches gilt für den TSV 1860 Weißenburg und die TSG Roth, die in der letzten Saison den zweiten bzw. dritten Rang belegten. SVM-Trainer Stephan Zengerle traut zudem den Aufsteigern einiges zu: "Insbesondere der TV Hilpoltstein wird mit seinen regionalligaerfahrenen Spielertrainern Florian Grau und Fabian Schäll eine gute Rolle spielen." Bei einem weiteren Aufsteiger, nämlich dem FC Dombühl, tritt der SV Marienstein am Samstag zum Saisonauftakt an.

 

Sa. (16.00 Uhr): FC Dombühl - SV Marienstein

 

Den Hausherren gelang als Meister der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe der Sprung in die Bezirksliga, wo sie bestehen wollen. Im letzten Testspiel vor Saisonstart behielt man gegen die SGM VfR Altenmünster/ESV Crailsheim (Bezirksliga) mit 4:1 die Oberhand. "Wir können den Gegner natürlich nur schwer einschätzen und hoffen auf einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit. Unsere Vorbereitung war ordentlich, aber nicht optimal. Eine solche ist bei uns auf Grund der verletzungs- und urlaubsbedingten Ausfälle jedoch auch gar nicht möglich. Wichtige Spieler, wie Sebastian Schmelz oder Fabian Streller, fallen weiterhin aus und nun haben die Jungs aus der zweiten Reihe die Möglichkeit sich zu beweisen. Ohnehin können wir in dieser Liga nur bestehen, wenn wir geschlossen auftreten und bis ans Limit gehen. Mit Ausnahme des 0:3-Siegs bei der SG DJK Workerszell/Schernfeld bin ich mit den Vorbereitungs-Auftritten zufrieden", zeigt sich Zengerle vorsichtig optimistisch. Den letzten Test gegen Türkspor/Cagrispor Nürnberg, in dem es eine 12:1-Niederlage setzte, lässt der Mariensteiner Coach ganz bewusst nicht in die Bewertung der Vorbereitung einfließen: "Dort waren wir ersatzgeschwächt und bei dem Gegner handelt es sich um keinen normalen Bezirksligisten. Die TSG Roth kam dort ähnlich unter die Räder wie wir. Für die mit Spielern aus höheren Ligen gespickten Nürnberger ist die Bezirksliga Nord nur eine Durchgangsstation. Wir müssen uns nun jedes Spiel weiterentwickeln und am Samstag wollen wir den ersten Schritt machen." Mit einem oder drei Punkte könnten die Vorstädter einen ebenso erfreulichen wie ungewohnten Auftakt feiern. Schließlich ging seit dem Bezirksliga-Aufstieg die Auftaktpartie jeweils verloren.

 


6:2 für die Menschlichkeit: Gedenkspiel für Bernhard Pfaller

Dienstag, 02. Juli 2019

 

6:2 für die Menschlichkeit

 

SV Marienstein gewinnt Gedenkspiel für verstorbenen Bernhard Pfaller mit 6:2 gegen SG Ochsenfeld/Pietenfeld/Adelschlag

 

Eichstätt (jsl) Es war eine Szene, wie man sie im Fußball so gut wie nie sieht: Spieler des SV Ma- rienstein jubelten gemeinsam mit ihren Gegenspielern der SG Ochsenfeld/Pietenfeld/Adelschlag über deren Ehrentreffer zum 1:6 und fielen sich gegenseitig in die Arme. Am Ende stand es 6:2 für die Mariensteiner. In diesem Benefizspiel gab es aber vor allem einen anderen Sieger: die Menschlichkeit im Sport. Denn das Ergebnis in diesem Gedenk- und Benefizspiel war an diesem Tag in der Tat zweitrangig, wie es Stadionsprecher Stefan Herrler zu Beginn bereits angekündigt hatte – der Erlös von 600 Euro geht als Spende an krebskranke Kinder. Denn es ging vielmehr um das Andenken an einen besonderen Spieler, der für beide Mannschaften auf dem Platz gestanden hatte.

 

Der tragische Unfalltod von Bernhard Pfaller hatte nicht nur bei der SG Ochsenfeld/Pietenfeld/Adelschlag, sondern auch beim SV Marienstein große Trauer und Bestürzung ausgelöst – schließlich hatte der Ochsenfelder Spieler dort in der Jugend und auch im Herrenbereich gespielt und pflegte enge Freundschaft mit Mariensteiner Spielern. So war bei den fußballerischen Weggefährten beider Vereine der Wunsch entstanden, ihm in einem Freundschaftsspiel zu gedenken, was im Rahmen des Mariensteiner Stadtteilfestes realisiert wurde. So liefen beide Teams zu Beginn zu den Reggae-Lieblingsliedern Pfallers ein und versammelten sich vor Spielbeginn um den Mittelkreis, in dessen Mitte sein Trikot mit der Nummer 6 niedergelegt wurde. Ihre Verbundenheit drückten die Spieler dadurch aus, dass sie jeweils einen Stutzen des gegnerischen Teams trugen. Vielleicht auch angesichts dieser Eindrücke und der großen Hitze verlief die erste Halbzeit eher friedlich. Marienstein ging früh durch Neuzugang Tobias Eisenschenk in Führung, der nach einem langen Ball SG-Schlussmann Max Scheuerer nach einem Konter per elegantem Heber aus 16 Metern überwand.

 

Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, leisteten sich aber auch zahlreiche unnötige Fehler. Einer davon führte beinahe zum Ausgleich: Julian Kopleder erreichte eine zu kurze Rückgabe von Sebastian Heimisch vor SV-Schlussmann Christoph Brems. Der aber parierte den fälligen Strafstoß von Thomas Dirsch exzellent. Nach dem Seitenwechsel nahm SVM-Trainer Stephan Zengerle einige taktische Änderungen vor, und auch die Einwechslungen sorgten für mehr Zug zum Tor. Der SVM dominierte nun klar das Spiel und erzielte nach Vorlage von Stephan Steib erneut durch einen schönen Schuss von Eisenschenk das 2:0, der seine ersten beiden Treffer im SVM-Trikot feierte. Wenig später erhöhte Steib selbst, als er den Ball mit dem Außenrist über Scheuerer hob. Die SG verpasste den Anschluss, als ein – allerdings sehr zweifelhafter – Elfmeter vergeben wurde. Diesmal parierte der eingewechselte Torwarttrainer Florian Kleinhans.

 

Marienstein erspielte sich nun gegen die Gäste, bei denen nun zunehmend die Kräfte schwanden, zahlreiche Gelegenheiten und legte mit dem 4:0 nach: Nach einer schönen Ballstafette tauchte Steib vor Scheuerer auf, umkurvte ihn und schob souverän ein. Simon Knauer, der nach langer Pause unbedingt bei diesem Spiel für Bernhard Pfaller dabei sein wollte, schloss direkt nach seiner Einwechslung per sehenswertem Direktschuss ins kurze Eck zum 5:0 ab, und Timo Bosch per Flachschuss schraubte das Ergebnis auf 6:0. Die Schlussminuten unterstrichen den besonderen Charakter des sehr gut besuchten Spiels: Die Gäste trafen durch Markus Pfaller und Maximilian Eitler, und die Tore wurden von beiden Teams gemeinsam bejubelt. Zudem lief während der Schlussminuten erneut die Lieblingsmusik des Verstorbenen. Die Einnahmen von 600 Euro werden einem Hilfsprojekt für krebskranke Kinder gespendet – ganz so, wie es sich Pfallers Eltern gewünscht hatten.

 


Ein Monat nach Klassenerhalt: SVM startet Saisonvorbereitung

Dienstag, 25. Juni 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Genau ein Monat nach dem 3:0-Heimsieg über den FC Holzheim und dem damit verbundenen Klassenerhalt nahm der SV Marienstein am vergangenen Dienstag die Vorbereitung auf die Bezirksliga-Saison 2019/2020 auf. Diese beginnt am Wochenende des 27./28. Juli. In den kommenden fast sechs Wochen wollen die Schützlinge von Trainer Stephan Zengerle in zahlreichen Einheiten und Testspielen die Grundlage dafür legen, dass sie auch nach der vierten Bezirkliga-Saison in Folge über dem Strich stehen. Nach der Reduzierung des Teilnehmerfelds von 18 auf 16 Mannschaften wird der SVM in der Bezirksliga Mittelfranken Süd auf zehn Gegner aus der Vorsaison treffen. Die vier Kreisliga-Aufsteiger FC Dombühl, FC Wendelstein, SV Hagenbüchach und SV Raitersaich komplettieren das Teilnehmerfeld ebenso wie die beiden Landesliga-Absteiger SpVgg Erlangen und SC Aufkirchen. "Wir schätzen es so ein, dass die Liga stärker geworden ist. Insbesondere mit den beiden Aufsteigern aus Wendelstein und Hilpoltstein wird zu rechnen sein", blickt Zengerle voraus. Zur neuen Saison steht ihm Rainer Krieglmeier als Co-Trainer zur Seite und auch auf dem Rasen können die Vorstädter einige Neuzugänge vermelden. Torhüter Christoph Brems kommt von der U19 des VFB Eichstätt, Georg Luff von der JFG Neuburg, Maximilian Lindermeier von der DJK Preith und Tobias Eisenschenk von der DJK Workerszell. Zudem rücken aus dem Mariensteiner Nachwuchs Timo Bosch, Luis Bittl und Jonas Ferstl in den Herrenbereich auf. Mit der ersten Trainingswoche zeigte sich Zengerle zufrieden: "In den ersten Trainingseinheiten hinterließ das Team einen guten Eindruck, auch wenn leider noch nicht alle Mann mit an Bord sind." Daran wird sich auch in den nächsten Wochen nichts ändern. Sebastian Schmelz und Fabian Streller laborieren noch an Blessuren aus der Vorsaison und Jonas Knietig, Stephan Steib, Raphael Kraus und Jonas Hiller stehen arbeits- bzw. studiumsbedingt nur eingeschränkt zur Verfügung. Einem ersten Härtetest unterzogen sich die Blau-Weißen am Samstag beim Testspiel gegen den SV Manching und mit dem 2:2 konnte Zengerle gut leben: "Das war ein guter erster Test. Die ersten zwanzig Minuten haben wir uns schwer getan gegen diesen spielstarken Gegner, haben dann taktisch umgestellt und sind immer besser ins Spiel gekommen". Die Mariensteiner Führung besorgte Manuel Bittlmayer nach einem schönen Gegenangriff und Vorlage durch Andreas Knör, ehe die Gäste per Kopfballtreffer nach einem Freistoß, als die Mariensteiner Zuordnung nicht stimmte, ausglichen. Bittlmayer hatte die erneute SVM-Führung auf dem Fuß und das 2:1 durch Oliver Reichenberger wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Auf der Gegenseite rettete der in der zweiten Halbzeit eingewechselte SVM-Schlussmann Brems bei seinem Debüt. Machtlos war er allerdings beim 1:2, als ein Akteur des Oberbayern-Bezirksligisten nach einem gedankenschnellen Einwurf und Querpass einschob. Der leistungsgerechte Endstand resultierte aus einer gelungenen Mariensteiner Kombination, an deren Ende Stefan Kiermeyer eine Knör-Hereingabe verwertete. Weitere Testspiele stehen für den SVM gegen die DJK Ingolstadt, die SG Ochsenfeld/Pietenfeld/Adelschlag und Türkspor Nürnberg auf dem Programm. Im Rahmen des Sparkassen-Cups trifft man auf die DJK Workerszell und den VfB Kipfenberg.

 


Happy-End am letzten Spieltag: SV Marienstein - FC Holzheim 3:0 (1:0)

Sonntag, 19. Mai 2019

(jsl) Marienstein

Sowohl im Kampf um den Relegationsplatz zwei als auch im Tabellenkeller versprach der letzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd Hochspannung und diesem Versprechen wurde er vollauf gerecht. Der TSV 1860 Weißenburg besiegte den bisherigen Tabellenzweiten TSV Burgfarrnbach mit 1:0, wodurch die mit den "Sechzgern" punktgleiche TSG Roth im Fall eines Heimsiegs gegen die Sportfreunde Dinkelsbühl den zweiten Tabellenplatz erobert hätte. Bis zur 90. Spielminute führte die TSG, ehe man den Ausgleich kassierte und den TSV 1860 passieren lassen musste. In Hin- und Rückspiel duellieren sich die Weißenburger nun mit dem Vizemeister der Nord-Staffel, dem FSV Stadeln, um den Landesligaaufstieg. Nicht weniger dramatisch gestaltete sich am Samstag die Abstiegsfrage. Der ESV Ansbach-Eyb (Rang 12) beseitigte mit einem 3:0 über den TSV Berching alle Zweifel, während die Sportfreunde Dinkelsbühl (Rang 16) nach dem 1:1 als dritter direkter Absteiger neben dem TSV Berching und den FC Holzheim feststanden. Der SV Marienstein erledigte seine eigenen Hausaufgaben mit einem 3:0 über den FC Holzheim und musste auf Schützenhilfe der anderen Teams hoffen, um dem direkten Abstieg oder dem Relegationsplatz noch zu entgehen. Da der SV Wettelsheim beim BSC Woffenbach nur zu einem 1:1 kam und der SV Mosbach in Greding mit 2:1 verlor, katapultierten sich die Vorstädter vom 15. auf den 13. Rang und treten somit auch in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga Mittelfranken Süd an. Der SV Wettelsheim steigt direkt ab und da der direkte Vergleich zwischen dem SV Marienstein und dem SV Mosbach (beide 39 Punkte) für die Blau-Weißen spricht, muss der SV Mosbach in die Relegation.

 

SV Marienstein - FC Holzheim 3:0 (1:0)

Nach dem Schlusspfiff im Hofmühl-Sportpark waren alle Augen auf die Handys gerichtet, denn weder der SV Wettelsheim noch der SV Mosbach durften in den Schlussminuten noch ein Tor schießen. Nach bangen Minuten des Wartens und der Bestätigung der Endergebnisse aus Woffenbach und Greding war der Jubel riesengroß. "Es ist alles noch etwas irreal und wir können es noch gar nicht begreifen. Nach dem 30. Spieltag lagen wir fast aussichtslos zurück und jetzt bleiben wir nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen direkt drin. Auch letztes Wochenende waren wir zur 60. Spielminute bereits sicher abgestiegen, doch immer wenn es darauf ankam, haben meine Jungs Herz, Moral und Zusammenhalt gezeigt", zeigte sich Trainer Stephan Zengerle nach Spielschluss überglücklich.

Voraussetzung für dieses Happy-End war freilich ein Heimsieg über den FC Holzheim. In der 9. Spielminute fischte FCH-Torhüter Stefan Dexl einen Kopfball von Jonas Ferstl aus dem rechten Toreck und auch den Nachschuss von Alejandro Restrepo aus zwei Metern parierte er. Die bereits abgestiegenen Gäste gingen engagiert zu Werke und SVM-Schlussmann Gabriel Rehm musste gegen Jonas Grunner per Fußabwehr retten. In der 25. Minute der ausgeglichenen Partie bediente Andreas Knör Manuel Bittlmayer, der vor Dexl an den Ball kam und diesen knapp am kurzen Eck vorbeispitzelte. Kurz darauf hatte der SVM Glück, als ein Schlenzer von Güney Bayram aus spitzem Winkel das lange Eck nur um Zentimeter verfehlte. In der 40. Minute verlängerte ein Holzheimer Akteur einen langen Ball aus der Mariensteiner Hälfte unglücklich in den Lauf von Knör. Dieser legte quer und Bittlmayer schoss aus fünf Metern sicher ein. Kurz vor dem Pausenpfiff stand Julian Franz nach einem Eckstoß völlig frei und verfehlte das Spielgerät, wodurch die Blau-Weißen mit einer Führung in die Kabine gingen.

Nach Wiederanpfiff agierten die Hausherren zunächst zu passiv, wobei Holzheimer Großchancen dennoch ausblieben. Heimisch hätte für Beruhigung sorgen können, doch er scheiterte per Strafstoß an Dexl. Der eingelaufene Raphael Kraus war zuvor im Strafraum zu Fall gebracht worden. In der 65. Spielminute war Rehm gegen Grunner erneut mit dem Fuß zur Stelle. Kurz darauf schickte Jonas Knietig Heimisch auf der rechten Seite auf die Reise und nach dessen Flanke setzte Co-Trainer Markus Hörmann das Leder mit einer technisch anspruchsvollen Direktabnahme aus elf Metern in die Maschen. In der 76. Spielminute war die Partie endgültig entschieden. Nach einer abgewehrten Hereingabe des eingewechselten Ramazan Mazlum fiel der Ball Knietig vor die Füße und er erhöhte per Flachschuss in das linke untere Eck. Damit war die Holzheimer Gegenwehr endgültig gebrochen. Knör nach Hereingabe von Hörmann aus der Nahdistanz und Bittlmayer, der am Querbalken scheiterte, hätten für ein noch höheres Endergebnis sorgen können, ehe Schiedsrichter Jan Hoffmann mit dem Schluspfiff die langen Minuten des Wartens einläutete.


Sa. (14.00 Uhr): Showdown gegen den FC Holzheim im Bezirksliga-Abstiegskampf

Mittwoch, 15. Mai 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Der letzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd wird bereits am Samstag ausgetragen, wobei alle Partien zeitgleich um 14.00 Uhr angepfiffen werden. In Weißenburg kommt es mit dem Spiel des TSV 1860 (58 Punkte) gegen den TSV Burgfarrnbach (59) zum direkten Duell um Relegationsplatz zwei. Nutznießer eines Burgfarrnbacher Ausrutschers könnte die TSG Roth (58) sein, denn bei Punktgleichheit mit den Weißenburgern spräche der direkte Vergleich für die TSG. Man selbst empfängt die Sportfreunde Dinkelsbühl (34), die nur bei einem eigenen Sieg und Patzern der vor ihnen platzierten Teams noch auf den Relegationsplatz 14 springen können. Der SV Mosbach (39) und der ESV Ansbach-Eyb (38) wollen in Greding bzw. gegen den TSV Berching ihre Nichtsabstiegsplätze 12 bzw. 13 verteidigen. Der SV Wettelsheim (37) hat momentan den Relegationsplatz inne und würde das Entscheidungsspiel gerne umgehen. Die Aufgabe bei Meister BSC Woffenbach ist jedoch anspruchsvoll. Auch der SV Marienstein (36) ist noch im Rennen und empfängt den FC Holzheim (34) im Hofmühl-Sportpark, der seit Sonntag als zweiter Absteiger neben dem TSV Berching feststeht.

 

Sa. (14.00 Uhr): SV Marienstein - FC Holzheim

 

Bitter für den SVM ist, dass man nach den starken Leistungen der letzten Wochen den Klassenerhalt nicht in eigener Hand hat und im Falle eines eigenen Sieges auf passende Ergebnisse auf den anderen Plätzen angewiesen ist. Gegen die Spitzenteams aus Weißenburg, Dittenheim und Burgfarrnbach holten die Vorstädter zuletzt sensationelle sieben Punkte und dies, obwohl man in den letzten vier Wochen acht Spiele zu absolvieren hatte. Doch auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller punkteten zuletzt fleißig und so kommt es am letzten Spieltag zum großen Showdown. Diesem sieht Trainer Stephan Zengerle durchaus optimistisch entgegen: "Wir müssen natürlich selbst zuerst einmal unsere Hausaufgaben machen. Wir hatten in den letzten Spielzeiten immer mal wieder entscheidende Spiele vor der Brust, die wir letztendlich für uns entscheiden konnten. Ich denke beispielsweise an das 3:0 gegen die favorisierten Aufkirchener im Saisonendspurt der vorletzten Saison. Das macht mir Hoffnung, dass wir uns am letzten Spieltag zumindest noch um einen Tabellenplatz verbessern können." In diesem Falle würde den Blau-Weißen ein Entscheidungsspiel gegen den Tabellenvierzehnten der Nord-Staffel auf neutralem Platz bevorstehen.

 


Starke zweite Hälfte ermöglicht überlebenswichtigen Sieg: TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein 1:4 (1:0)

Montag, 13. Mai 2019

 

(jsl) Burgfarrnbach

 

Sowohl im Kampf um Relegationsplatz zwei als auch im Ringen um den Klassenerhalt liefern sich die Mannschaften der Bezirksliga Mittelfranken Süd ein dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen. Der zweitplatzierte TSV Burgfarrnbach (59 Punkte) und die TSG Roth (58 Punkte) verloren am vorletzten Spieltag, wodurch der TSV 1860 Weißenburg (58 Punkte) mit einem 1:3 beim TSV Berching zur TSG aufschließen konnte. Auch im Tabellenkeller fallen die Entscheidungen erst am letzten Spieltag. Mit Ausnahme der Sportfreunde Dinkelsbühl gewannen die abstiegsgefährdeten Mannschaften am 33. Spieltag allesamt ihre Spiele. Die wohl schwierigste Aufgabe hatte der SV Marienstein, der beim TSV Burgfarrnbach nach Rückstand zur Halbzeit noch mit 1:4 gewann. Da die Konkurrenten kaum Schwächen zeigten, machte der SVM nur einen Platz gut und liegt mit Rang 15 immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz.

 

TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein 1:4 (1:0)

 

Im ersten Durchgang wurde der Favorit seiner Rolle noch gerecht. Auf dem großen Platz im Fürther Stadtteil gingen die Hausherren nach 23. Minuten durch Tim Paschek in Führung. "Im ersten Durchgang merkte man den Jungs die vierte englische Woche in Folge an. Wir hatten kaum Zugriff und haben den TSV spielen lassen. Erst in der zweiten Hälfte haben wir dann das Gesicht der letzten Spiele gezeigt und teilweise sogar über dem Limit gespielt", kommentierte Trainer Stephan Zengerle die Leistungssteigerung seiner Elf. Diese kam Zengerles Aufforderung, mutiger zu spielen nach und startete nach Maß in den zweiten Durchgang. Bei einem Flankenball von Sebastian Heimisch war Jonas Hiller durchgelaufen und köpfte am langen Pfosten unhaltbar ein. Bereits in der 67. Minute hatten die Gäste die Partie gedreht und der Treffer war fast eine Kopie des 1:1. Diesmal tauchte Philipp Fink nach eine Eckball am zweiten Pfosten auf und war per Kopf erfolgreich. Von den Hausherren war in dieser Phase des Spiels fast nichts zu sehen und so musste Schlussmann Dennis Meier alles riskieren, um gegen den frei auf ihn zulaufenden Hiller zu retten. Der Glaube an den Überraschungssieg wuchs bei den Blau-Weißen minütlich und mit dem 1:3 nahm dieser Konturen an. Nach einem langen Ball behinderten sich Meier und ein Verteidiger gegenseitig und Manuel Bittlmayer brauchte nur noch einzuschieben. Kurz vor Spielende passte Andreas Knör nach Kombination mit Bittlmayer auf der linken Seite zur Mitte, wo David Baranowski in seinem ersten Punktspiel für den SVM den Endstand markierte.

 


So. (15.00): Vorletzter Spieltag verspricht Hochspannung

Donnerstag, 09. Mai 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Der TSV Burgfarrnbach (59 Punkte) und die TSG Roth (58 Punkte) gaben sich am drittletzten Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd keine Blöße und wahrten durch Heimsiege gegen den STV Deutenbach bzw. den TSV Greding ihre Chancen auf den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Die Hoffnung hierauf dürfte beim TSV 1860 Weißenburg (55 Punkte) und beim FV Dittenheim (54 Punkte) nur noch gering sein. Im Abstiegskampf läuft alles auf ein Herzschlagfinale mit Entscheidungen am letzten Spieltag hinaus. Am Sonntag gilt es für die abstiegsbedrohten Teams, sich in eine komfortable Ausgansposition zu bringen. Drei Abstiegsplätze (Ränge 15-17) und ein Relegationsplatz (Rang 14) sind unter sechs Mannschaften zu verteilen. Nach einem 0:3 gegen den ESV Ansbach-Eyb (Rang 13, 35 Punkte) befindet sich plötzlich der SV Mosbach (Rang 12, 36) wieder mitten im Abstiegskampf wieder. Die Sportfreunde Dinkelsbühl verbesserten sich auf durch ein 2:1 über den SV Ornbau auf den Relegationsplatz und wollen nach zwei Siegen in Serie am Sonntag gegen den TSV Greding erneut punkten. Der SV Wettelsheim (Rang 15, 34) und der FC Holzheim (Rang 17, 31) mussten auf Grund von Niederlagen Rückschläge hinnehmen und treten am Sonntag gegen den SV Ornbau bzw. gegen die TSG Roth an. Der SV Marienstein (Rang 16, 33) steht beim TSV Burgfarrnbach erneut vor einer hohen Hürde.

 

So. (15.00 Uhr): TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein

 

Die Chance, dass der SVM diese erfolgreich nimmt, ist durchaus gegeben. Gegen die beiden Spitzenmannschaften aus Weißenburg (3:3) und Dittenheim (3:0) bestand man bravourös und will auch in Burgfarrnbach nicht leer ausgehen. "Der Sieg gegen Dittenheim war enorm wichtig für uns. Endlich haben wir uns mal belohnt und hatten auch das nötige Glück auf unserer Seite", zeigte sich Trainer Stephan Zengerle erfreut. Dabei ist er sich der Schwere der letzten Aufgabe der vierten englischen Woche in Folge bewusst: "Die Gastgeber haben im Winter die halbe Mannschaft ausgetauscht - und sich dabei sicherlich nicht verschlechtert. Coach Uwe Neunsinger hat einen Kader mit zwanzig motivierten Spielern und will über die Relegation noch aufsteigen. Im Hinspiel haben wir aber eine gute Figur gemacht und eine unnötige Niederlage kassiert. Vielleicht haben wir jetzt zum Saisonende das nötige Glück. Wir werden wohl wieder umstellen müssen. Aber wenn meine Jungs dort genauso couragiert auftreten wie zuletzt, ist alles möglich." Sollte nach Spielschluss feststehen, dass die Chance auf den Klassenerhalt weiter lebt, wäre man im blau-weißen Lager jedenfalls zufrieden.

 


Heimsieg hält Hoffnung am Leben: SV Marienstein - FV Dittenheim 3:0 (1:0)

Donnerstag, 09. Mai 2019

Wichtiger Heimsieg gegen Angstgegner SV Marienstein besiegte gestern Abend den FV Dittenheim mit 3:0 und hofft weiter auf den Verbleib in der Bezirksliga   Der SVM lebt und wehrt sich vehement gegen den drohenden Abstieg aus der Bezirksliga Mittelfranken Süd, wo gestern Abend der komplette 32. Spieltag ausgetragen wurde. Dank einer überragenden kämpferischen Leistung konnten die Schützlinge von Trainer Stephan Zengerle den favorisierten Angstgegner FV Dittenheim mit 3:0 (1:0) in die Schranken weisen. Der leidgeprüfte Coach gab sich nach dem Spiel zwar etwas erleichtert, aber immer noch fokusiert: „Es war vor dem heutigen Spiel nicht alles schlecht, was wir gespielt haben. Und es war heute trotz des Erfolges nicht alles gut. Aber der Sieg ist enorm wichtig und zeigt, dass wir bei entsprechender Einstellung mit jedem Gegner mithalten können.“  Diese erste Einschätzung des Übungsleiters kann man durchaus teilen, denn vor allem in den ersten 25 Minuten hatte sein Team einige Fehler im Spielaufbau und hätte gut und gerne 0:2 oder gar 0:3 in Rückstand geraten können. Die Dittenheimer erspielten sich sehr geradlinig beste Einschussmöglichkeiten. So in der 12. Minute, als sich ihre auffällige Nummer 9,  Travis Zebisch, auf der linken Seite energisch durchsetzte, aber Stefan Meyer  den klugen Rückpass aus zehn Metern neben das Tor setzte. Nur eine Minute später reagierte SVM-Keeper Gabriel Rehm hervorragend gegen einen Schuss von Zebisch  aus sechs Metern. Der selbe Spieler ließ auch unmittelbar danach eine sogenannte Hundertprozentige aus kurzer Distanz aus, als er ungestört das Tor gar nicht traf. Zu diesem Zeitpunkt sahen die rund 100 Zuschauer ein gutes, temporeiches und intensives Bezirksliga-Spiel, bei dem die Gäste spielerische Vorteile hatten, aber die Heimelf kämpferisch alles in die Waagschale warf. Wieder tief durchatmen mussten die SVM-Anhänger in der 19. Minute, als erneut Zebisch aus halblinker Position nur das Außennetz traf. Doch bekanntlich rächt sich das Auslassen bester Möglichkeiten  im Fußball. Praktisch mit dem ersten Torschuss ging der SVM dann in Führung. Der schon angeschlagen ins Spiel gegangene Goalgetter Manuel Bittlmayer hielt aus gut 25 Metern einfach mal drauf, sein Schuss wurde noch abgefälscht und schlug auf nassem Rasen unhaltbar flach im unteren Toreck ein - 1:0 (26.). Dieser Treffer zeigte beim Gegner Wirkung, denn fortan verloren sie mit zunehmender Spielzeit ihre Ordnung, und somit agierte Marienstein - dank ihrer tollen kämpferischen Einstellung - absolut auf Augenhöhe.  In der Halbzeitpause musste Bittlmayer mit Leistenbeschwerden durch Co-Trainer Markus Hörmann ersetzt werden. Ein Wechsel, der mehr Ballsicherheit in der Offensive brachte. Schon in der 49. Minute lag das 2:0 in der Luft, doch Alejandro Calle Restrepo brachte einen Querpass des durchgebrochenen Jonas Ferstl nicht im Tor unter. Dittenheim verstärkte zwar in der Folgezeit den Druck, doch klare Torchancen wie zu Spielbeginn konnten sie sich nicht mehr erspielen. Besser machte es die Zengerle-Elf. Unglaublich war das 2:0 durch Philipp Fink (73.). Der Außenverteidiger spielte sich fast bis auf die Grundlinie durch und überraschte den Torhüter mit einem gekonnten und gewollten Schuss ins kurze Eck! Wie gesagt: Unglaublich und rotzfrech. Die ebenfalls ersatzgeschwächten Gegner, die auch ohne ihren Grippe erkrankten Trainer Martin Huber anreisten, kassierten in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch einen dritten Gegentreffer. Nach einem Konter ergab sich eine 3:1-Überzahlsituation für den SVM. Markus Hörmann donnerte dann einen überlegten Querpass von Sebastian Heimisch geschmacklos aus acht Metern ins lange Eck.    SVM: Rehm, Fink, Kraus, Krieglmeier, Kouakou, Knör, Knietig, Restrepo, Ferstl (76. Bittl), Bittlmayer (46. Hörmann). Tore: 1:0 (26.) Bittlmayer, 2:0 (73.) Fink, 3:0 (93.) Hörmann; BV: keine; Zusch.: 90.   (Manni Riedl)


Mi. (18.30 Uhr): Der FV Dittenheim gastiert im Hofmühl-Sportpark

Montag, 06. Mai 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Am Mittwoch wird der drittletzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd ausgetragen. Neben dem Kampf um den Relegationsplatz zwei zwischen dem TSV Burgfarrnbach, der TSG Roth, dem FV Dittenheim und dem TSV 1860 Weißenburg verspricht vor allem der Kampf gegen den Abstieg große Spannung. In diesem gab es mit dem SV Wettelsheim am letzten Sonntag einen klaren Gewinner, denn man konnte sich mit einem 0:2 beim direkten Konkurrenten ESV Ansbach-Eyb durchsetzen und mit nun 34 Punkte die Abstiegsränge verlassen. Der Landesligaabsteiger aus Ansbach (32 Punkte) liegt auf dem Relegationsplatz, direkt vor dem FC Holzheim, den Sportfreunden Dinkelsbühl (jeweils 31 Punkte) und vor dem SV Marienstein (30 Punkte). Schlusslicht TSV Berching muss sich mit 25 Punkten bereits auf den Gang in die Kreisliga einstellen. Einzig die Sportfreunde Dinkelsbühl und der FC Holzheim treffen am Mittwoch mit dem SV Ornbau (Rang 7) und Meister BSC Woffenbach auf Teams, für die es an den letzten drei Spieltagen um nichts mehr geht. Der ESV Ansbach-Eyb ist beim ebenfalls noch nicht geretteten SV Mosbach (36 Punkte) zu Gast und der SV Wettelsheim und der SV Marienstein treffen mit dem TSV 1860 Weißenburg und dem FV Dittenheim auf Mannschaften, die sich noch Chancen auf Rang zwei ausrechnen.

 

Mi. (18.30 Uhr): SV Marienstein - FV Dittenheim

 

Der FV Dittenheim wird mit Wut im Bauch im Hofmühl-Sportpark auflaufen, denn durch eine überraschende 4:0-Niederlage in Dinkelsbühl verspielte man am letzten Samstag eine tolle Ausgangsposition. Die Gäste werden ebenso auf Sieg spielen müssen wie die Vorstädter. "Um die Liga noch halten zu können, ist jetzt auch viel Glück notwendig. Die Dittenheimer Mannschaft ist sehr dynamisch, hat starke Einzelspieler und ist nur schwer zu schlagen. Wir werden einige taktische Änderungen vornehmen und ich hoffe, dass meine Jungs den Kopf frei bekommen und erneut einen tollen Kampf abliefern werden", blickt Trainer Stephan Zengerle voraus. Beim spektakulären 3:3 gegen den TSV 1860 Weißenburg rettete Sebastian Heimisch per Foulelfmeter zumindest einen Punkt und im blau-weißen Lager hofft man, dass sich das Team am Mittwoch mit dem zweiten Sieg seit der Winterpause belohnen und die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten kann.

 


Ereignisreiche Schlussphase führt zu Punkteteilung: SV Marienstein - TSV 1860 Weißenburg 3:3 (2:0)

Sonntag, 05. Mai 2019

 

(jsl) Marienstein

 

Da die Meisterschaft des BSC Woffenbach bereits feststeht, dreht sich im oberen Drittel der Bezirksliga Mittelfranken Süd momentan alles um das Erreichen des Relegationsplatzes. Im Topspiel zwischen der drittplatzierten TSG Roth (55 Punkte) und dem zweitplatzierten TSV Burgfarrnbach (56 Punkte) gab es am Samstag keinen Sieger, denn man trennte sich 0:0. Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen dürften den beiden Kontrahenten jedoch gefallen haben, denn der FV Dittenheim (54 Punkte) kam bei den abstiegsgefährdeten Sportfreunden Dinkelsbühl mit 4:0 unter die Räder und auch der TSV 1860 Weißenburg (52 Punkte) wusste die sich bietende Chance nicht zu nutzen. Nach einer verrückten Schlussphase kam man beim SV Marienstein zu einem 3:3.

 

SV Marienstein - TSV 1860 Weißenburg 3:3 (2:0)

 

Die Vorstädter liegen nach dem Remis mit 30 Punkten auf dem vorletzten Rang. "Der Punkt bringt uns im Abstiegskampf nicht wirklich weiter. Aber meine Mannschaft hat durch ihre engagierte Leistung gezeigt, dass sie am Leben ist. Bis zur ominösen Schlussviertelstunde haben wir den Gästen einen tollen Kampf auf Augenhöhe geliefert. Der Spielverlauf erinnerte stark an die bittere Niederlage in Ornbau - mit dem Unterschied, dass wir heute nochmals zurück gekommen sind", analysierte SVM-Trainer Stephan Zengerle. Den Vorstädtern fehlten erneut zahlreiche Akteure und so schenkte Zengerle Jugendspieler Jonas Ferstl von Beginn an das Vertrauen. Nachdem in der Anfangsphase zwei Kombinationen mit Manuel Bittlmayer noch gescheitert waren, schlug Ferstl in der 26. Spielminute zu: Nach einem langen Ball umkurvte er TSV-Schlussman Johannes Uhl und schoss zum umjubelten 1:0 ein. Und auch beim 2:0 war eine langer Ball Ausgangspunkt für den Treffer. Bittlmayer nahm diesen an und chipte das Leder nach schönem Doppelpass mit Ramazan Mazlum über Uhl hinweg in die Maschen. In der zweiten Halbzeit hielt die blau-weiße Defensive dem Weißenburg Druck bis in die Schlussphase stand. In dieser schlugen die Gäste per Doppelschlag binnen 120 Sekunden zu. In der 82. Minute drückte Tim Lotter nach einer verlängerten Flanke den Ball über die Linie und kurz darauf wehrte SVM-Torhüter Julian Glauer-Wenzl mit dem Fuß ab, ehe Christian Leibard zentral bedient wurde, einen Gegenspieler aussteigen ließ und ausglich. Kurz nach dem Anstoß hätte der SVM beinahe zurückgeschlagen: Sebastian Heimisch bediente Bittlmayer, dem freistehend vor Uhl der Ball versprang, wodurch er über den Querbalken schoss und auf der Gegenseite kam es nach Ablauf der 90 Minuten knüppeldick für die Vorstädter. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Benjamin Weichselbaum per Bogenlampe ein. Doch damit hatte das Spiel noch nicht seine letzte Wendung genommen. In der dritten Minute der Nachspielzeit ging Raphael Kraus zum Kopfball hoch und wurde von Uhl an der Strafraumgrenze abgeräumt. Heimisch übernahm Verantwortung und verwandelte vom Punkt zum Endstand von 3:3.