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Vorschau Wochenende: Gelingt in Zirndorf die Wende?
(jsl) Marienstein
Nach dem Negativlauf der letzten Wochen ging der SV Marienstein auch beim FV Dittenheim leer aus. Die Vorstädter verloren mit 0:2. In einer umkämpften Partie gingen die ebenfalls mit Problemen in die Saison gestarteten Hausherren in der 21. Spielminute durch Christoph Oberhauser in Führung. Im zweiten Durchgang versuchten die Gäste alles, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. In der Schlussminute stellte Thomas Selz den Dittenheimer Heimerfolg endgültig sicher. Besonders bitter für die Zengerle-Elf: Da der SV Mosbach völlig überraschend beim ESV Ansbach-Eyb einen Punkt holte, übernimmt man mit drei Punkten aus sechs Spielen die rote Laterne. An der Tabellenspitze behaupteten im Rahmen des Mittwoch-Spieltags die starken Aufsteiger aus Woffenbach und Burgfarrnbach ihre Spitzenpositionen. Tabellenführer BSC Woffenbach gewann gegen den FC Holzheim ebenso mit 2:0 wie der TSV Burgfarrnbach beim STV Deutenbach. Der TSV Greding verbesserte sich durch einen Heimsieg über die TSG Roth (2:0) auf Rang drei, während der ESV Ansbach-Eyb auf Rang vier abrutschte. Eben diese beiden Mannschaften treffen am Sonntag aufeinander und werden beide versuchen, den Aufsteigern auf den Fersen zu bleiben, die in Wettelsheim (TSV Burgfarrnbach) und gegen den STV Deutenbach (BSC Woffenbach) antreten werden).
Die einzige Samstagspartie des Spieltags führt den SV Marienstein zum ASV Zirndorf. Die Gastgeber waren zu Saisonbeginn aus der Nord- in die Südstaffel gewechselt und scheinen nach Startschwierigkeiten in der neuen Spielklasse angekommen zu sein. Hierfür sprechen die sechs Punkte aus den letzten drei Spielen, wobei am Mittwoch ein souveräner Sieg über die SG TSV/DJK Herrieden gelang. Beim 3:0 erzielte der ASV fast die Hälfte seiner nur sieben Saisontore. Für die ausgeglichene Bilanz mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Unentschieden sorgte vor allem die stabile Defensive, die bisher nur sechs Gegentore zuließ. Somit dürfen sich die Zuschauer am Samstag auf eine torarme Partie einstellen, denn auch beim SVM drückt der Schuh in der Offensive. Die letzten beiden Partien wurden verloren, ohne einen eigenen Treffer erzielt zu haben.
SV Marienstein erreicht Toto Pokal Halbfinale
Durch einen 4 : 2 Erfolg im Elfmeterschießen gegen den TSV 1860 Weißenburg hat der SV Marienstein das Toto Pokalhalbfinale erreicht. Dort trifft der Bezirksligist am 03. Oktober in einem Auswärtsspiel auf den Gastgeber FC / DJK Weißenburg. Der SVM ist der einzig verbliebene Bezirksligist, denn in dem anderem Viertelfinale BZL gegen KL behielt der Kreisligist die Oberhand.: FC/DJK WUG (KL) - FV Dittenheim (BZL) 3:2. Die anderen Viertelfinalpartien im nördlichen Fußballkreis waren eine reine Kreisliga-Angelegenheit: TSV Winkelhaid (KL) - SC Pollanten (KL) 3:2, SV Rednitzhembach (KL) - FC Ezelsdorf (KL) 6:4 n.E.. Im Halbfinale genißet Rednitzhembach Heimrecht.
Beide Trainer nutzten die Partie, um einige Änderungen gegenüber der Bezirksliga auszuprobieren. So kamen während der gesamten 90 Minuten wenig geplante Spielzüge und Kombinationen zustande. Im ersten Spielabschnitt hatten die Gastgeber in Person von Stephan Steib, der Andreas Knör als Kapitän vertrat, die größte Einschussmöglichkeit, aber Johannes Uhl im TSV Tor rettete per Fußabwehr.
Auch in der zweiten Spielhälfte bot sich dem SVM eine Doppelchance zur Führung: Erst scheiterte der durchgebrochene Manuel Bittlmayer an Uhl und auch Markus Hörmann hatte mit seinem anschließenden Heber keinen Erfolg. Die Gäste ihrerseits hatten erst in der Schlussphase zwei gute Tormöglichkeiten, aber einmal blieb Gabriel Rehm gegen Maik Wendt Sieger und Sekunden vor dem Abpfiff verzog Max Pfann aussichtsreich. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.
Hier waren für den SV Markus Hörmann, Pasqual Krieglmeier, Julian Bittl und Raphael Kraus erfolgreich. Garant es Sieges war aber Rehm, der einen Elfer parierte und auch gegen Christian Leibhardt jubeln konnte.
SVM: Gabriel Rehm – Sebastian Heimisch, Philipp Fink, Raphael Kraus, Oliver Reichenberger – Pasqual Krieglmeier, Manuel Bittlmayer, Andreas Miehling ( 56. Jonas Hiller ), Fabian Streller – Stephan Steib ( 65. Markus Hörmann ), Gianni Vecchio ( 75. Julian Bittl )
So. (15.00 Uhr): Mit Pokal-Erfolgserlebnis zum ersten Liga-Heimsieg
(jsl) Marienstein
Landesligaabsteiger ESV Ansbach-Eyb wurde bisher seiner Favoritenrolle in der Bezirksliga Mittelfranken Süd gerecht und wird am Wochenende alles dafür tun, die Tabellenführung zu verteidigen. Am Sonntag ist man beim überraschend schlecht in die Saison gestarteten FV Dittenheim, der mit nur einem Punkt das Tabellenende ziert, zu Gast. Neben dem ESV sind auch die Aufsteiger aus Woffenbach und Burgfarrnbach noch ungeschlagen und wollen diesen Nimbus in den Partien in Weißenburg und gegen die SG TSV/DJK Herrieden aufrecht erhalten.
Ebenfalls eine überraschend gute Figur machte in den ersten vier Partien der SV Wettelsheim, der bereits sieben Punkte sammeln konnte und am Sonntag (15.00 Uhr) beim SV Marienstein antritt. Somit herrschen vor der Partie im Hofmühl-Sportpark umgekehrte Vorzeichen, denn die Blau-Weißen sind mit ihrem Saisonstart bisher alles andere als zufrieden. Magere drei Punkte stehen zu Buche und die 5:3-Niederlage vom letzten Sonntag ordnet Trainer Stephan Zengerle in die Kategorie „besonders schmerzhaft“ ein, was angesichts eines verspielten Drei-Tore-Vorsprungs auch nicht verwundert: „Wir hatten mehrfach die Entscheidung auf dem Fuß und haben selbst durch individuelle Patzer das Spiel aus der Hand gegeben. Statt realistischen sieben oder acht Punkten haben wir nun drei Punkte nach vier Spielen.
Dennoch müssen wir ruhig bleiben und das Positive mitnehmen: nämlich, dass wir in der ersten Halbzeit in der Offensive stark verbessert aufgetreten sind. Wir müssen aber einmal 90 Minuten konzentrierter und konsequenter spielen und auch kämpferisch noch zulegen“, benennt der Trainer die Problemfelder.
Immerhin tankten die Blau-Weißen am Mittwoch im Totopokal-Viertelfinale auf Kreisebene Selbstvertrauen, denn man konnte den Ligarivalen TSV 1860 Weißenburg im Hofmühl-Sportpark ausschalten. Im ersten Durchgang vergab Stephan Steib freistehend vor Gästetorwart Uhl und auch Manuel Bittlmayer und Markus Hörmann im Nachschuss konnten ihn in der 69. Minute nicht überwinden. In der Schlussphase rettete SVM-Schlussmann Gabriel Rehm seine Elf mit zwei tollen Reflexen gegen Weichselbaum und Wnendt ins Elfmeterschießen, wo er einmal parieren konnte und ein weiterer TSV-Akteur verschoss. Da alle vier SVM-Schützen die Nerven bewahrten, gelang der Sprung ins Halbfinale. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken will der SVM am Sonntag den zweiten Saisonsieg einfahren.
Zusatzschicht im Pokal: Nachbar TSV 1860 Weißenburg zu Gast
Das Viertelfinale im Kreispokal können die beiden Bezirksligisten TSV 1860 Weißenburg und SV Marienstein im ligainternen Duell zum Wunden lecken nutzen - beide Teams kassierten am vergangenen Wochenende bei ihren Auftritten bei den Frankenhöhe-Clubs Sportfreunde Dinkelsbühl bzw. SG Herrieden Auswärtsniederlagen. Der als Meisterschaftsmitfavorit gehandelte TSV 1860 Weißenburg hat nach vier Spielen nur vier Zähler auf dem Konto, der SV Marienstein gar nur 3. Sicherlich werden beide Teams versuchen, im Pokal neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Auch ist davon auszugehen, dass der Weißenburger Coach Markus Vierke sowie der spielende Co-Trainer Markus Hörmann (SVM-Trainer Stephan Zengerle ist dienstlich auf Auslandsreise) auch Personal der 2. Reihe eine Chance geben werden. Beim SVM fehlen Sebastian Schmelz (gesperrt), Andi Knör (beruflich verhindert) und Jonas Dorsch (verletzt). Sollte es nach 90 Minuten Unentschieden stehen, wird der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt. Die Losfee war bereits vor dem Spiel aktiv und so wartet auf den Sieger dieser Partie der Gewinner aus dem Duell FC/DJK Weißenburg (Kreisliga) gegen FV Dittenheim (Bezirksliga) im Halbfinale. Anpfiff im Hofmühl-Sportpark ist am Mittwoch, 22.08., um 18.15 Uhr.
Sieg & Niederlage: Torreiches Wochenende für SVM-Herrenteams
Eine bittere Auswärtsniederlage musste unsere Erste bei der SG Herrieden hinnehmen - nach komfortabler und völlig verdienter 0.3-Führung ging man mit einer 1:3-Führung in die Halbzeitpause. Nach starkem Wiederbeginn mit zwei großen Konterchancen zum (wohl) vorentscheidenen 1:4 leistete sich die Zengerle-Elf unnötige Defensivfehler und so kippte innerhalb von 17 Minuten die Partie. Damit kassierte die Erste im 4. Punktspiel bereits die dritte Niederlage.
Aufbauarbeit ist angesagt - vielelicht hilft der Pokal: Am Mittwoch gastiert Ligakonkurrent TSV 1860 Weißenburg um 18.15 Uhr im Hofmühl-Sportpark.
Bei der Zweiten fielen bei dem 4:6-Auswärtssieg im Nachbarschatsderby gegen die DJK Schernfeld sogar noch zwei Tore mehr. Und auch hier war der Spielverlauf kurios. Nach 0:2- und 2:3-Führung in der ersten Halbzeit lag die Zweite durch einen Schernfelder Doppelschlag in der 54. und 61. Minute sogar 4:3 zurück, ehe in der 70. Minute noch der Ausgleich und kurz vor Ende mit einem Doppelpack der 2. Sieg im 2. Spiel gelang.
SVM auswärts gefordert: Vorschau Wochenende
(jsl) Marienstein
Der ASV Zirndorf und der TSV Greding eröffnen am Freitag den vierten Spieltag der Bezirsliga Mittelfranken Süd. Im Zirndorfer Lager hat man sich nach dem Wechsel in die Südstaffel sicherlich einen besseren Saisonstart vorgestellt und hofft mit zwei Punkten aus den ersten drei Spielen nun gegen den TSV Greding auf den ersten Saisonsieg. Mit dem ESV Ansbach-Eyb und dem STV Deutenbach (beide 7 Punkte) treffen am Sonntag zwei noch ungeschlagene Mannschaften aufeinander und diesen Status möchten auch die Aufsteiger TSV Burgfarrnbach (beim TSV Freystadt) und BSC Woffenbach (beim SV Ornbau) aufrecht erhalten.
Der SV Marienstein setzt am Sonntag (15.00) auf seine Auswärtsstärke. Nach dem Sieg beim SV Mosbach und dem 0:2-Pokalerfolg beim SSV Oberhochstatt (Tore durch Steib und Bittlmayer) will die Zengerle-Elf auch bei der punktgleichen SG TSV/DJK Herrieden punkten.
Erster Saisonsieg: SV Mosbach - SV Marienstein 0:2 (0:0)
Aufsteiger BSC Woffenbach bewahrte in der Bezirksliga Mittelfranken Süd seine weiße Weste ebenso wie Absteiger ESV-Ansbach-Eyb. Die Eisenbahner setzten sich gegen den SV Ornbau trotz eines 0:2-Pausenrückstands noch mit 3:2 durch. Der BSC besiegte im Aufsteiger-Duell den TSV Berching mit 4:2 und hat somit die Tabellenführung inne. Mit einem Sieg und damit mit den ersten Saisonpunkten kehrte der SV Marienstein vom Gastspiel beim SV Mosbach zurück
SV Mosbach - SV Marienstein 0:2 (0:0)
In der Vorsaison konnte die Zengerle-Elf gegen den SVM nur einen Punkt holen und kassierte in zwei Spielen acht Gegentore. Umso glücklicher war Trainer Stephan Zengerle nach dem Schlusspfiff: „Das war eine kompakte Mannschaftsleistung und dank des aufopferungsvollen Kampfes bei diesen Temperaturen und einer klaren Leistungssteigerung haben wir uns den Sieg verdient.
Den ersten Warnschuss der Partie gab Co-Trainer Markus Hörmann in der neunten Spielminute ab. Gefährlicher wurde es jedoch beim Gegenangriff auf der anderen Seite, als Frederik Stark das 1:0 auf dem Fuß hatte. Weitere Abschlüsse durch Raphael Soldner und Waldemar Prizkau brachten keine wirkliche Gefahr für das Mariensteiner Tor.
Ansonsten stand die Mariensteiner Defensive über weite Strecken sicher. Ausnahme war eine Situation kurz vor der Halbzeit, als Soldner eine Doppelchance ausließ und SVM-Torhüter Gabriel Rehm stark parierte. Die Zengerle -Elf blieb bei Kontern stets gefährlich, ließ jedoch die letzte Präzision vermissen.
Die zweite Hälfte der Hitzeschlacht begann mit einer Mosbacher Chance durch Matthias Ballbach, ehe die Gäste immer stärker aufkamen. Zunächst vergab Hörmann die Führung nach einem stark vorgetragenen Angriff, doch in der 57. Minute durften die Gäste jubeln. Jonas Dorsch spielte einen langen Ball in den Lauf von Stephan Steib und dieser blieb vor dem starken Mosbacher Torhüter ohne Nerven. Nur drei Minuten später sorgte Hörmann für den Doppelschlag: Nach einem Konter über die linke Seite spielte Fabian Streller auf Hörmann, der zwei Gegenspieler stehen ließ und ins lange Eck abschloss. Nach dieser Vorentscheidung verpassten es Streller, Hörmann und der eingewechselte Stefan Kiermeyer, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu treiben, wodurch es beim 0:2 blieb.
Heimniederlage zum Auftakt: SV Marienstein - Sportfreunde Dinkelsbühl 1:2 (0:1)
(jsl) Marienstein
Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Mittelfranken Süd ließen die Aufsteiger aufhorchen. Während der TSV Burgfarrnbach gegen den FC Holzheim zu einem 1:1 kam, gelang dem BSC Woffenbach mit dem 2:0 gegen den ASV Zirndorf eine echte Überraschung. Landesliga-Absteiger ESV Ansbach-Eyb gelang beim TSV 1860 Weißenburg mit einem 1:2-Erfolg ein Start nach Maß, während auch die Sportfreunde Dinkelsbühl ein Ausrufezeichen setzten. Der Aufsteiger siegte überraschend mit 1:2 beim SV Marienstein.
SV Marienstein - Sportfreunde Dinkelsbühl 1:2 (0:1)
Bereits in den letzten beiden Spielzeiten war der SV Marienstein mit Niederlagen in die Bezirksliga-Saison gestartet und auch heuer gab es zum Auftakt einen Dämpfer. Die Zengerle-Elf verlor im heimischen Sportpark gegen die Sportfreunde Dinkelsbühl mit 1:2, wobei die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte zu spät kam, wie auch Trainer Stephan Zengerle nach den Spiel befand: "Das war kein guter Auftakt für uns. Wir haben vor allem zu Beginn sehr fahrig und fehlerhaft agiert und haben uns durch einen eigenen Fehler selbst in Rückstand gebracht. In der zweiten Hälfte sind wir etwas besser ins Spiel gekommen, haben es über weite Strecken dominiert, aber leider die letzte Präzision vermissen lassen. Mit dem späten Ausgleich hätten wir uns fast für eine engagierte zweite Hälfte belohnt. Leider haben wir gleich darauf erneut komplett geschlafen und den Gegentreffer kassiert."
In der ersten Hälfte präsentierte sich vor allem die Mariensteiner Hintermannschaft schläfrig. Dies deutete sich nach 15 Minuten an, als eine Reihe Dinkelsbühler Eckbälle für gehörige Verwirrung sorgte. Die Führung für die Gäste fiel dann in der 29. Minute nach einem individuellen Fehler. Ein Fehlpass leitete einen Gegenangriff ein, den Christoph Lauer mit einem Linksschuss erfolgreich abschloss. Nun wachten die Hausherren etwas auf und hatten durch Manuel Bittlmeyer nach schöner Hereingabe von Sebastian Hemisch den Ausgleich auf dem Fuß. Vor dem Seitenwechsel wurde Oliver Reichenberger einem Querpass von Kapitän Andreas Knör im letzten Moment geblockt wurde, wodurch der Ball zu Bittlmeyer gelangte, dessen Abschluss am Querbalken landete. Nach Wiederanpfiff übernahm die Zengerle-Elf endgültig die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich, doch Knör verzog nach schöner Ablage von Markus Hörmann und später war für Bittlmeyer der Winkel etwas zu spitz. Die Gäste konterten und hätten beinahe erhöht, doch der Abschluss von Johannes Bauer landete am Pfosten. Dies leitete eine fulminante Schlussphase ein, in der Jonas Hiller fünf Minuten vor Spielende nach einem Freistoß von Johannes Kammerbauer den Ball zum Ausgleich im Tor unterbrachte. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und schlugen prompt zurück: Die SVM-Defensive klärte nach einer Standardsituation den Ball nicht konsequent genug und der gut in Szene gesetzte Tim Müller setzte den Ball ins lange Eck. Darauf hatten die Blau-Weißen keine Antwort mehr und so nahmen die Aufsteiger nicht ganz unverdient drei Punkte mit nach Hause.
Bezirksliga-Elf steht in den Startlöchern: Saisonvorschau
(jsl) Marienstein
Am kommenden Wochenende starten die beiden mittelfränkischen Bezirksligen in die neue Saison. In beiden Staffeln gehen jeweils 18 Mannschaften an den Start, und so steht den Amateurfußballern erneut ein echtes Mammutprogramm mit zahlreichen englischen Wochen ins Haus. Dies wird jedoch das letzte Mal der Fall sein, denn bereits vor Anpfiff des ersten Saisonspiels wurden bei der Saisontagung der mittelfränkischen Bezirksligisten wichtige Entscheidungen getroffen und die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Ziel ist die Reduzierung der Ligastärken auf 16 Mannschaften, und diese soll in zwei Schritten erreicht werden.
Neben den jeweils vier Direktabsteigern spielen die beiden Tabellenvierzehnten in einem Duell auf neutralem Platz einen weiteren Absteiger aus. Zudem wird aus den Kreisligen neben den sechs Meistern nur noch ein Tabellenzweiter über die Relegation den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Damit wird zunächst eine Reduzierung auf 17 Mannschaften je Staffel erreicht, ehe nach der Folgesaison 2019/2020 die Sollstärke von 16 Mannschaften erreicht wird. Dieser von der Basis eingebrachte Vorschlag wurde auf der Tagung, in deren Rahmen Bezirksspielleiter Ludwig Beer nach zwölfjähriger Tätigkeit verabschiedet und seine Nachfolgerin Sandra Hofmann in ihr Amt eingeführt wurde, von den BFV-Funktionären abgesegnet.
Die Süd-Staffel wird am Freitag mit zwei Partien eröffnet, wobei sich drei Liganeulinge vorstellen werden. Aufsteiger BSC Woffenbach trifft auf den ASV Zirndorf, der von der Nord- in die Süd-Staffel wechseln musste. Zeitgleich trifft der TSV Burgfarrnbach, der sich den Startplatz über die Relegation sichern konnte, auf den FC Holzheim. Weitere Aufsteiger sind der TSV Berching und die Sportfreunde Dinkelsbühl, die nach nur einjähriger Bezirksligaabstinenz zurückkehren. Komplettiert wird das Feld durch Landesligaabsteiger ESV Ansbach-Eyb. Angesichts der zahlreichen Liga-Neulinge wirkt der SV Marienstein schon fast wie ein Bestandteil des Standard-Ligainventars. Bereits zum dritten Mal in Folge startet der SV Marienstein in eine Bezirksliga-Saison und will nach der besten Saisonplatzierung der Vereinsgeschichte in der Vorsaison wieder eine gute Rolle spielen.
Hierfür legten sich Trainer Stephan Zengerle und seine Schützlinge in den letzten Wochen ins Zeug und absolvierten neben zahlreichen Trainingseinheiten auch einige Testspiele. Bereits im ersten davon kam es gegen den ambitionierten schwäbischen Bezirksligisten FC Ehekirchen zum Härtetest. In einem guten Spiel entwickelte sich ein echtes Offensivspektakel mit Großchancen auf beiden Seiten, das mit 3:7 für die Gäste zu hoch ausfiel. Nach einem 2:2 gegen den VfB Eichstätt II präsentierte sich die SV-Abwehr in den letzten beiden Tests gegen den Bezirksligisten SV Manching (0:0) und den Kreisligisten DJK Ingolstadt (3:0) nun sattelfester und gewann deutlich an Stabilität.
Insgesamt will Zengerle den Ergebnissen in der Vorbereitung jedoch nicht zu viel Bedeutung beimessen: „Die gute Rückrunde der Vorsaison zählt nun nichts mehr. Wir müssen uns unsere Erfolgserlebnisse neu erarbeiten. Wir gehen ganz bescheiden und bodenständig an die neuen Aufgaben heran und werden uns auf unsere Tugenden besinnen. In den ersten Wochen werden einige Spieler verletzungs- oder urlaubsbedingt fehlen, andere sind nach auskurierten Verletzungen noch nicht so weit. Da werden uns sicherlich noch einige Prozente fehlen. Da brauchen wir vielleicht auch das berühmte Quäntchen Glück, um gut aus den Startlöchern zu kommen.“
Dabei mithelfen soll der spielende Co-Trainer Markus Hörmann. Dieser wird die Rolle von Ramazan Mazlum im Mittelfeld einnehmen, der den Verein verlassen hat. "'Hörmi' wird uns mit seiner Erfahrung, seinen präzisen Bällen und seiner Torgefahr sicherlich weiter bringen", befindet Zengerle. Auch Neuzugang Manuel Bittlmeyer, der von der DJK Dollnstein zu den Vorstädtern wechselte, deutete in den Vorbereitungsspielen sein großes Potenzial an. Gegen Ende der Vorsaison schenkte Zengerle immer öfter auch seinen jungen Spielern das Vertrauen, und dies scheint sich nun auszuzahlen. „Junge Spieler wie Oliver Reichenberger und Jonas Dorsch haben in der letzten Zeit einen enormen Sprung nach vorne gemacht. Das war auch in den Testspielen klar ersichtlich“, lobt Zengerle seine Nachwuchskräfte.
Zur Saisoneröffnung erwartet die Elf um Kapitän Andreas Knör am Samstag die Sportfreunde Dinkelsbühl im Hofmühl-Sportpark. Nach dem Abstieg schafften die Gäste als Meister der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe den sofortigen Wiederaufstieg. Vor zwei Jahren taten sich die Blau-Weißen gegen die Sportfreunde schwer und kamen zu Hause nicht über ein 1:1 hinaus, während man in Dinkelsbühl gar mit 3:1 verlor. Die aktuelle Personalsituation macht Trainer Zengerle einige Sorgen: „Stephan Steib, Philipp Fink und Jonas Knietig und der eine oder andere Spieler mehr werden uns in den nächsten Spielen definitiv fehlen. Die Sportfreunde verfügen über eine starke Offensivabteilung, und da müssen wir von Beginn an hellwach sein. Beide Mannschaften wissen nicht, wo sie stehen, und gerade im ersten Saisonspiel benötigt man immer etwas Glück. Die Vorbereitung ist zwar vorbei, aber wir arbeiten kontinuierlich weiter an uns und wollen uns auch Schritt für Schritt in die Saison ‚reinarbeiten‘. Wir haben in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass wir absolut wettbewerbsfähig sind“, zeigt sich der Übungsleiter vorsichtig optimistisch. Anpfiff im Hofmühl-Sportpark ist um 16 Uhr.
Saisonrückblick 2017/2018 der ersten Herrenmannschaft
Beste Saison der Vereinsgeschichte
SV Marienstein zieht positive Saisonbilanz
Eichstätt (jsl) Mit Rang fünf und dem damit besten Ergebnis der Vereinsgeschichte hat der SV Marienstein die Saison in der Bezirksliga Mittelfranken Süd beendet. Damit bestreitet der SVM in der kommenden Saison erstmalig eine dritte Bezirksliga-Spielzeit in Folge – bei den beiden bisherigen Bezirksliga-Gastspielen hatte der Verein jeweils nach der zweiten Saison den Gang zurück in die Kreisliga antreten müssen.
Nach einer soliden Hinserie hatte Trainer Stephan Zengerle bereits in der Winterpause und – bei weniger Spielen als die Konkurrenten – damals noch auf Rang elf liegend die Hoffnung auf einen „entspannten Saisonausklang“ geäußert. Doch seine Hoffnungen sollten mehr als übertroffen werden. Wie bereits in der Vorsaison, als man dank einer tollen zweiten Saisonhälfte den Abstieg vermied, steigerte sich die Mannschaft nach der Winterpause erneut kontinuierlich.
Initialzündung war hierbei sicherlich der 3:4-Sieg Anfang März beim SV Pölling, als der SVM nach 3:1-Rückstand seine Aufholjagd in der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer durch Oliver Reichenberger krönte. Es folgten fünf weitere Partien ohne Niederlage und früh deutete sich an, dass die Vorstädter in dieser Spielzeit mit dem Abstieg nichts zu tun haben würden. Höhepunkte waren sicherlich die Partien beim SC Großschwarzenlohe und beim SC Aufkirchen, wo man dem späteren Meister beziehungsweise Vizemeister auswärts dank einer taktisch hervorragenden Leistung jeweils ein Remis abtrotzte. „Letzte Saison waren wir gegen solche Gegner zumindest phasenweise noch deutlich unterlegen – dieses Jahr hätten wir zumindest eines von beiden Spielen gewinnen müssen“, so Zengerle.
Neben einem weiteren Remis verließen die Blau-Weißen seit der Winterpause den Platz nur dreimal als Verlierer – zweimal davon zudem stark ersatzgeschwächt gegen Saisonende – und konnten sieben Partien für sich entscheiden, was sie letztendlich in das vordere Tabellendrittel katapultierte. Mit einem Blick auf den Terminkalender ist diese Bilanz umso beeindruckender. Die Wetterkapriolen des Winters sorgten für zahlreiche englische Wochen im Frühjahr, als die Spiele oft im Drei- oder Viertagerhythmus ausgetragen wurden.
Die Fitness der Spieler, deren Grundstein unter anderem beim Wintertrainingslager am Gardasee gelegt wurde, und ein auch in der Breite gut aufgestellter Kader ermöglichten es, diese enorme Belastung gut zu bewältigen. Vielleicht hat dabei ja auch die erfolgreich bewältigte „Cold Water Challenge“ eine Rolle gespielt: Weil der befreundete Ligakonkurrent FV Dittenheim die Elf des SVM auf Facebook herausgefordert hatte, sprangen die Blauweißen quasi als Einlage beim Kappenabend im Fasching Anfang Februar in die eiskalte Altmühl – vielleicht hat das ja abgehärtet.
Auffällig war in den letzten Wochen zudem die Durchschlagskraft der Mariensteiner Offensive. Das Sturmtrio Stephan Steib (16 Tore), Andreas Knör (15) und Fabian Streller (13) sorgte – nicht selten eingesetzt von „10er“ Ramazan Mazlum – für über die Hälfte der Mariensteiner Treffer (75). Insgesamt stellt man gar die zweitbeste Offensive der Liga. Knör als Kapitän ist damit der bisher erfolgreichste „Scorer“ des SVM mit 30 eigenen Bezirksligatreffern und zudem rund zwei Dutzend Torvorlagen. Ihm dicht auf den Fersen ist dabei allerdings Stephan Steib, der es seinerseits auf 24 Treffer und ein Dutzend Vorlagen bringt. Der Offensivallrounder präsentierte sich in dieser Saison nicht nur extrem spielstark und ballsicher, sondern blieb in der Rückrunde auch endlich einmal verletzungsfrei und erzielte prompt 13 seiner Treffer nach der Winterpause. Streller hat seine Torausbeute aus der ersten (4) in seiner zweiten Bezirksligasaison mit 13 mehr als verdreifacht.
Im Mittelfeld gaben vor der Winterpause noch Co-Trainer Claver Kouakou und nach dem Winter vor allem Sebastian Schmelz dem Mariensteiner Spiel Ordnung und Struktur und sorgten auch immer wieder für Impulse nach vorne. In der Defensive zählten SVM-Urgestein Sebastian Heimisch und Raphael Kraus zu den „Dauerbrennern“ und konnten sich im Zweifelsfall auf den durch Florian Kleinhans trainierten Schlussmann Gabriel Rehm verlassen. Philipp Fink, der vor der Saison aus der eigenen Jugend in den Kader gekommen war, entwickelte sich zu einer echten Größe im Abwehrzentrum.
Auch die anderen Youngster aus der SVM-Jugend spielten vor allem seit der Winterpause immer mehr und dabei mit viel Engagement eine immer bessere Rolle – manchmal auch mit zu viel Engagement: Eigengewächs Jonas Dorsch etwa schaffte es, nach seiner Einwechslung im Hinspiel im Neumarkter Stadtteil Holzheim, binnen drei Minuten die gelb-rote Karte zu bekommen. Dafür köpfte er im vorentscheidenden Spiel um den fünften Platz den Siegtreffer gegen den TSV Greding. Dass es dem insgesamt recht jungen Kader manchmal noch ein wenig an Erfahrung fehlt, spürte man in Büchenbach, als die Mannschaft eines der besten Saisonspiele machte, es dann aber versäumte, das Spiel nach einer 2:0-Führung frühzeitig zu entscheiden – und es dann durch drei Tore in 13 Minuten aus der Hand gab.
„In dem ein oder anderen Spiel haben wir immer wieder Punkte verschenkt. Aber das gehört dazu“, so der Trainer. „Die Mannschaft ist aber in dieser Saison taktisch wie auch spielerisch zu einer richtig guten Bezirksligamannschaft gereift.“ Jonas Knietig – ebenfalls zuvor in der SVM-Jugend aktiv – entwickelte sich seit dem Winter zur Stammkraft, Marius Bittl sammelte in den letzten Spielen viel Erfahrung und ließ sein Potenzial aufblitzen. Im Vergleich zur Vorsaison noch einmal deutlich weiterentwickelt und zu festen Größen geworden sind Pasqual Krieglmeier und Jonas Hiller, die flexibel einsetzbar auf den Außenbahnen oder im Zentrum, defensiv wie auch offensiv agierten. Routinier Johannes Kammerbauer, der eigentlich in dieser Saison schon kürzer treten wollte, hat ebenfalls noch einmal eine wichtige Rolle gespielt in einem insgesamt jungen Kader, der seit dem Winter auch noch durch Andreas Miehling verstärkt wurde. So konnten auch die Abgänge von Advam Vital Rocha de Oliveira, Turan Akca und Rick Walther gut verkraftet werden.
Nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mannschaft spielt in dieser Spielzeit trotz vieler Ausfälle ihre beste Runde seit vielen Jahren. Noch stehen einige Spiele auf dem Spielplan, aber Platz vier oder sogar mehr ist derzeit drin. In den letzten Spielen stand hier bereits Claver Kouakou auf dem Platz, der in der nächsten Spielzeit Dominik Herrmann und Ralf Danner als Trainer ablösen wird. Während die zweite Mannschaft noch spielt, freuen sich die Spieler der „Ersten“ derzeit über die wohlverdiente Pause. Denn in knapp drei Wochen beginnt bereits die Vorbereitung auf eine weitere Bezirksliga-Spielzeit für Trainer Zengerle und seine Elf – dann mit Markus Hörmann als neuem Co-Trainer. „Die gehen wir genauso bescheiden an, wie es sich beim SVM gehört“, so Zengerle. „Wir wollen weiter an uns arbeiten, fleißig Punkte sammeln und uns spielerisch noch ein wenig verbessern – dann sehen wir, was am Ende dabei rauskommt.“
Torfestival zum Saisonausklang: SV Mosbach - SV Marienstein 4:4 (2:3)
(jsl) Marienstein
Der SC Großschwarzenlohe steigt als Meister der Bezirksliga Mittelfranken Süd in die Landesliga auf. Der Tabellenführer war mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Aufkirchen in den letzten Spieltag gegangen und verteidigte diesen Vorsprung durch ein 4:1 über den STV Deutenbach. Für den SC, der als Aufsteiger in die Saison gestartet war und durch den Sieg den direkten Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga perfekt machte, ist es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Der SC Aufkirchen, der seine Pflichtaufgabe gegen den TuSpo Roßtal mit 3:1 erledigte, wartete indes vergeblich auf einen Großschwarzenloher Ausrutscher und fühlte sich an die Vorsaison erinnert. Auch damals versagten dem Team aus dem Landkreis Ansbach in den letzten Saisonspielen die Nerven; in dieser Saison war die überraschende Niederlage beim Absteiger SV Pölling am vorletzten Spieltag ausschlaggebend. Nun darf sich der SC Aufkirchen erneut in der Relegation beweisen und möchte über diesen Umweg den Sprung in die Landesliga schaffen. Um dies zu realisieren, müssen noch vier Spiele absolviert werden: Sollte sich der SC Aufkirchen in Hin- und Rückspiel gegen den Landesligareleganten FC Stätzling durchsetzen, wartet danach der Sieger aus dem Duell TSV Aindling gegen den TSV Gersthofen. Groß war am Samstag der Jubel in Treuchtlingen, wo der SV Wettelsheim mit 2:0 gegen den TSV Greding siegte und damit den Klassenerhalt fixierte. Damit war der Heimsieg des TV Büchenbach, der sich vor der Partie noch Hoffnungen auf ein Vorrücken auf Rang 14 machen durfte, wertlos. Der TV muss den Gang in die Kreisliga antreten. Die Gredinger Niederlage in Wettelsheim hatte auch für den SV Marienstein einen schönen Nebeneffekt: Der Zengerle-Elf genügte ein Remis beim SV Mosbach, um Rang 5 zu verteidigen.
SV Mosbach - SV Marienstein 4:4 (2:3)
Auch der SV Mosbach hätte durch einen Sieg nach Punkten noch zu den Gästen aufschließen können und startete engagiert in eine wilde Anfangsphase. Bereis in der 2. Spielminute gelang Toptorjäger Marcus Baumann der Führungstreffer, den die Mariensteiner nur fünf Minuten später in Person von Andreas Knör egalisierten. Und es kam noch besser für die Vorstädter: Dank eines Doppelschlags durch Stephan Steib und Kapitän Knör zwischen der 11. und 14. Spielminute ging man mit 1:3 in Führung. Nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 durch Waldemar Prizkau beruhigte sich das Spielgeschehen bis zum Halbzeitpfiff. Ausnahme war ein Abschluss durch Baumann, der auf der Linie geklärt wurde. Nach dem Seitenwechsel verzog Fabian Streller für den SVM knapp und auf der Gegenseite war Julian Glauer-Wenzl, der in der zweiten Halbzeit für Torwarttrainer Florian Kleinhans eingewechselt wurde, gegen Philip Witzgall zur Stelle. Erst in den Schlussminuten nahm die Partie dann wieder Fahrt auf. In der 80. Spielminute erhöhte SVM-Toptorjäger Steib auf 2:4. Doch die Revanche für die 2:4-Heimniederlage von vor zehn Tagen gegen den SV Mosbach sollte nicht gänzlich gelingen. Zunächst erzielte Baumann das 3:4 und in der Nachspielzeit gelang Witzgall per sensationellem Fallrückzieher der Ausgleich. Dennoch gab es nach dem Schlusspfiff nur zufriedene Gesichter. Sowohl der SV Marienstein als auch der SV Mosbach sind mit ihren Saisonplatzierung (Rang 5 bzw. 7) mehr als zufrieden.
Sa. (14.00 Uhr): SVM beschließt die Saison in Mosbach
(jsl) Marienstein
Sowohl an der Tabellenspitze als auch im Tabellenkeller herrscht am letzten Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd Hochspannung. Der SC Großschwarzenlohe geht mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Aufkirchen in den letzten Spieltag und kann mit einem Heimsieg über den STV Deutenbach (Rang 12) Meisterschaft und Landesligaaufstieg perfekt machen. Der SC Aufkirchen trifft am Samstag zeitgleich auf den bereits abgestiegenen TuSpo Roßtal und muss auf Deutenbacher Schützenhilfe hoffen, um die Relegation zu vermeiden und direkt aufzusteigen. Dass man auf einen Großschwarzenloher Ausrutscher angewiesen ist, hat sich der SCA selbst zuzuschreiben, denn die Niederlage in Pölling am letzten Sonntag erfolgte völlig überraschend. Nach zuletzt drei Siegen in Serie rückte der SV Wettelsheim am vergangenen Sonntag auf Nichtabstiegsplatz 14 vor und möchte diesen am Samstag gegen den TSV Greding verteidigen. Doch der TSV dürfte kaum gewillt sein, Punkte zu verschenken. Dies musste letzten Sonntag der TV Büchenbach schmerzhaft erfahren, als er in Greding mit 3:1 verlor und auf Rang 15 abrutschte. Um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten, ist ein Heimsieg über die TSG Roth für den TV am Samstag Pflicht. Der SV Marienstein beschließt die Saison mit einem Auswärtsspiel beim SV Mosbach.
Sa. (14.00 Uhr): SV Mosbach - SV Marienstein
Unabhängig davon, ob die Vorstädter ihren fünften Rang halten, steht für sie die beste Platzierung der Vereinsgeschichte bereits jetzt fest. Entsprechend entspannt sieht Trainer Stephan Zengerle dem letzten Saisonauftritt entgegen und will dieser Partie keine große Bedeutung mehr beimessen: "Wir sind froh, dass eine schöne und erfolgreiche, aber auch lange und anstrengende Saison jetzt zu Ende geht. Nach den zahlreichen englischen Wochen und vielen verletzungsbedingten Ausfällen treten wir die weite Fahrt etwas widerwillig an. Schließlich geht es für beide Mannschaften um nichts mehr." Deshalb ist im Mariensteiner Kader wieder mit einigen Änderungen zu rechnen, wobei man laut Zengerle "ein ordentliches Spiel machen will und dies schon allein für Torwarttrainer Florian Kleinhans, der zwischen den Pfosten stehen wird." Da der etatmäßige Torhüter Gabriel Rehm verhindert ist und Ersatztorhüter Julian Glauer-Wenzl bei einem Einsatz für die noch anstehenden Partien der zweiten Mannschaft gesperrt wäre, wird Kleinhans am Samstag das Tor hüten. Und es ist davon auszugehen, dass Kleinhans einiges zu tun bekommt, denn die Hausherren aus dem Feuchtwangener Ortsteil konnten fünf der letzten sechs Spiele gewinnen und entführten vor kurzem beim 2:4 im Nachholspiel alle drei Punkte aus dem Hofmühl-Sportpark.
(So. 15.00 Uhr): SVM empfängt im letzten Saison-Heimspiel den FC Holzheim
(jsl) Marienstein
Zwei Siege benötigt der SC Aufkirchen in den beiden noch ausstehenden Spielen, um sich die Meisterschaft der Bezirksliga Mittelfranken Süd und den damit verbundenen Landesligaaufstieg zu sichern. Der punktgleiche SC Großschwarzenlohe muss hingegen auf einen Aufkirchner Ausrutscher hoffen, doch mit einem solchen ist beim Gastspiel des SC Aufkirchen beim bereits abgestiegenen SV Pölling kaum zu rechnen. Die Großschwarzenloher müssen währenddessen ihre eigenen Aufgaben erledigen, wenn am Sonntag der FV Dittenheim zu Gast ist. Im Tabellenkeller will der SV Wettelsheim seine Chancen auf den Klassenerhalt wahren. Wie groß diese noch sind, hängt auch vom Ausgang des Nachholspiels am Freitag in Deutenbach (stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) ab.
So. (15.00 Uhr): SV Marienstein - FC Holzheim
Beim SVM war angesichts zweier Niederlagen zuletzt etwas die Luft raus, was für Trainer Stephan Zengerle auch nicht verwunderlich ist: "Gegen den SV Mosbach hatten wir acht Ausfälle zu beklagen und waren zu einigen Experimenten gezwungen, die leider schief gingen. In der Defensive haben wir uns einige haarsträubende Fehler geleistet und im Angriff fehlte über weite Strecken die Durchschlagskraft." Dies soll sich am Sonntag nach Möglichkeit wieder ändern, wenn die Vorstädter ab 15.00 Uhr den FC Holzheim, der bei einem Sieg mit dem SVM nach Punkten gleichziehen könnte, zu Gast haben. Die Oberpfälzer zeigten sich zuletzt nämlich in Torlaune und feierten in Roßtal ein 0:8-Schützenfest. Die Blau-Weißen wollen sich nach einer rundum gelungenen Saison mit einem Sieg vom heimischen Publikum verabschieden. Der SVM läuft am Sonntag letztmalig in dieser Saison im heimischen Hofmühl-Sportpark auf.
Do. (15.00 Uhr): SV Mosbach zu Gast im Hofmühl-Sportpark
(jsl) Marienstein
Mit Spannung blickt der SC Großschwarzenlohe am Donnerstag nach Aufkirchen, wo der gastgebende SC den TV Büchenbach empfängt. Bei einem Sieg in dieser Nachholpartie könnte der SC Aufkirchen mit dem SC Großschwarzenlohe nach Spielen und Punkten gleichziehen und auf Grund des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung übernehmen. Große Hoffnung auf Büchenbacher Schützenhilfe dürfen sich die Großschwarzenloher wohl nicht machen, denn der TV liegt zwar nur auf Rang 13, ist aber dennoch so gut wie gerettet. Immerhin noch vier Spiele hat die SpVgg Wettelsheim zu absolvieren und benötigt bei sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer eine Siegesserie. Beim Heimspiel gegen den auf dem vorletzten Rang liegenden SV Pölling stehen die Chancen auf drei Punkte jedenfalls schon einmal gut. Ohne jeglichen Druck kann der SV Marienstein seine letzten drei Saisonpartien absolvieren. Kurios dabei: Zwei mal tritt man dabei gegen den SV Mosbach an.
Do. (15.00 Uhr): SV Marienstein - SV Mosbach
Zunächst steht am Donnerstag die Nachholpartie des 17. Spieltags im Hofmühl-Sportpark an und dabei erwartet die Zengerle-Elf einen Gegner der ebenfalls befreit aufspielen kann. Mit einer ausgeglichenen Bilanz (12 Siege, 12 Niederlagen, 6 Remis) liegen die Gäste momentan auf Rang 11. Zuletzt holte der SV Mosbach respektable sieben Punkte aus drei Spielen, die einen konfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge zur Folge haben. Der Abstieg ist wohl nur noch rechnerisch möglich. Die Hausherren wollen nach der Niederlage in Weißenburg wieder punkten und ihren fünften Tabellenplatz verteidigen. Zudem könnte man Revanche nehmen für die 0:1-Heimniederlage in der vergangenen Saison. Wie bereits in den letzten Spielen wird Trainer Stephan Zengerle wohl wieder einigen jungen Spielern sein Vertrauen schenken, um sie an das Bezirksliga-Niveau heranzuführen.
Niederlage nach verschlafenem Start: TSV 1860 Weißenburg - SV Marienstein 4:2 (2:0)
(jsl) Weißenburg
Das Duell zwischen der SpVgg Wettelsheim und dem SV Ornbau endete am Samstag 2:2 und damit mit einem Ergebnis, das keinem der beiden Vereine weiterhilft. Sowohl die Wettelsheimer Hoffnungen auf den Klassenerhalt als auch die Aussichten des SV Ornbau auf einen der beiden vorderen Plätze sind damit wohl nur noch theoretischer Natur. Dies liegt auch an der Konstanz der direkten Konkurrenten. Am Samstag hatte Tabellenführer SC Großschwarzenlohe mit einem knappen 1:0 gegen die TSG Roth vorgelegt und am Sonntag zog der SC Aufkirchen nach: Gegen den STV Deutenbach war man mit 4:1 erfolgreich. Mit einem Sieg im Nachholspiel am Donnerstag gegen den TV Büchenbach könnten die Aufkirchner den SC Großschwarzenlohe an der Tabellenspitze ablösen. Ohne Druck konnte der SV Marienstein in das Verfolgerduell beim TSV 1860 Weißenburg gehen und verlor mit 4:2. Da der FV Dittenheim in Herrieden mit 5:1 das Nachsehen hatte, liegen die Blau-Weißen weiterhin auf Rang 5.
TSV 1860 Weißenburg - SV Marienstein 4:2
Nach dem Spiel haderte SVM-Trainer Stephan Zengerle mit dem Verhalten bei Standardsituationen: "Wir haben den Anfang leider total verschlafen und gleich zu Beginn zwei Tore nach Eckbällen bekommen. Danach kämpften wir uns trotzdem gut zurück in die Partie und haben klare Torchancen liegen gelassen. Aber vier Gegentore durch gegnerische Standards zeigen einfach, dass wir nicht konsequent genug waren." Dennoch wollte Zengerle mit seiner Elf nicht zu hart ins Gericht gehen: "Wir hatten auch heute wieder viele Ausfälle zu verkraften. Seit drei, vier Wochen haben wir alle drei bis vier Tage ein Spiel und man merkt einfach, dass allmählich die Kraft ausgeht. Wir sind jedenfalls zufrieden mit der Saison - egal was noch kommt."
Bereits in der 4. Spielminute befand sich die Mariensteiner Defensive im Tiefschlaf, als Patrick Weglöhner unbehelligt einköpfen konnte. Nur fünf Minuten später war der Fehlstart perfekt: Wiederum nach einem Eckball köpfte Andreas Hofer SVM-Verteidiger Jonas Hiller an, von dem der Ball ins Tor sprang. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten die Chance zum Anschlusstreffer, doch Stephan Steib zielte zu zentral und Sebastian Heimisch übersah den mitgelaufenen Ramazan Mazlum. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SVM nochmals den Druck. Der Elfmeterpfiff blieb nach einem Rempler gegen Andreas Knör jedoch aus und der TSV zeigte sich bei einem der wenigen Entlastungsangriffe effizient: Benjamin Weichselbaum hielt seinen Fuß in eine scharfe Hereingabe und war damit erfolgreich. In der 70. Spielminute spielte Heimisch einen Pass in die gegnerische Schnittstelle und schickte damit Fabian Streller auf die Reise, der alleine vor TSV-Schlussmann Johannes Uhl auftauchte und die Nerven behielt. Nur fünf Minuten später stellten die Hausherren jedoch den alten Abstand wieder her, denn Daniel Blob erzielte nach einem Freistoß das 4:1. In den Schlussminuten betrieben die Vorstädter Ergebniskorrektur, als Knör nach einem Steilpass des eingewechselten Andreas Miehling das 4:2 gelang.