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Happy-End am letzten Spieltag: SV Marienstein - FC Holzheim 3:0 (1:0)
(jsl) Marienstein
Sowohl im Kampf um den Relegationsplatz zwei als auch im Tabellenkeller versprach der letzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd Hochspannung und diesem Versprechen wurde er vollauf gerecht. Der TSV 1860 Weißenburg besiegte den bisherigen Tabellenzweiten TSV Burgfarrnbach mit 1:0, wodurch die mit den "Sechzgern" punktgleiche TSG Roth im Fall eines Heimsiegs gegen die Sportfreunde Dinkelsbühl den zweiten Tabellenplatz erobert hätte. Bis zur 90. Spielminute führte die TSG, ehe man den Ausgleich kassierte und den TSV 1860 passieren lassen musste. In Hin- und Rückspiel duellieren sich die Weißenburger nun mit dem Vizemeister der Nord-Staffel, dem FSV Stadeln, um den Landesligaaufstieg. Nicht weniger dramatisch gestaltete sich am Samstag die Abstiegsfrage. Der ESV Ansbach-Eyb (Rang 12) beseitigte mit einem 3:0 über den TSV Berching alle Zweifel, während die Sportfreunde Dinkelsbühl (Rang 16) nach dem 1:1 als dritter direkter Absteiger neben dem TSV Berching und den FC Holzheim feststanden. Der SV Marienstein erledigte seine eigenen Hausaufgaben mit einem 3:0 über den FC Holzheim und musste auf Schützenhilfe der anderen Teams hoffen, um dem direkten Abstieg oder dem Relegationsplatz noch zu entgehen. Da der SV Wettelsheim beim BSC Woffenbach nur zu einem 1:1 kam und der SV Mosbach in Greding mit 2:1 verlor, katapultierten sich die Vorstädter vom 15. auf den 13. Rang und treten somit auch in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga Mittelfranken Süd an. Der SV Wettelsheim steigt direkt ab und da der direkte Vergleich zwischen dem SV Marienstein und dem SV Mosbach (beide 39 Punkte) für die Blau-Weißen spricht, muss der SV Mosbach in die Relegation.
SV Marienstein - FC Holzheim 3:0 (1:0)
Nach dem Schlusspfiff im Hofmühl-Sportpark waren alle Augen auf die Handys gerichtet, denn weder der SV Wettelsheim noch der SV Mosbach durften in den Schlussminuten noch ein Tor schießen. Nach bangen Minuten des Wartens und der Bestätigung der Endergebnisse aus Woffenbach und Greding war der Jubel riesengroß. "Es ist alles noch etwas irreal und wir können es noch gar nicht begreifen. Nach dem 30. Spieltag lagen wir fast aussichtslos zurück und jetzt bleiben wir nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen direkt drin. Auch letztes Wochenende waren wir zur 60. Spielminute bereits sicher abgestiegen, doch immer wenn es darauf ankam, haben meine Jungs Herz, Moral und Zusammenhalt gezeigt", zeigte sich Trainer Stephan Zengerle nach Spielschluss überglücklich.
Voraussetzung für dieses Happy-End war freilich ein Heimsieg über den FC Holzheim. In der 9. Spielminute fischte FCH-Torhüter Stefan Dexl einen Kopfball von Jonas Ferstl aus dem rechten Toreck und auch den Nachschuss von Alejandro Restrepo aus zwei Metern parierte er. Die bereits abgestiegenen Gäste gingen engagiert zu Werke und SVM-Schlussmann Gabriel Rehm musste gegen Jonas Grunner per Fußabwehr retten. In der 25. Minute der ausgeglichenen Partie bediente Andreas Knör Manuel Bittlmayer, der vor Dexl an den Ball kam und diesen knapp am kurzen Eck vorbeispitzelte. Kurz darauf hatte der SVM Glück, als ein Schlenzer von Güney Bayram aus spitzem Winkel das lange Eck nur um Zentimeter verfehlte. In der 40. Minute verlängerte ein Holzheimer Akteur einen langen Ball aus der Mariensteiner Hälfte unglücklich in den Lauf von Knör. Dieser legte quer und Bittlmayer schoss aus fünf Metern sicher ein. Kurz vor dem Pausenpfiff stand Julian Franz nach einem Eckstoß völlig frei und verfehlte das Spielgerät, wodurch die Blau-Weißen mit einer Führung in die Kabine gingen.
Nach Wiederanpfiff agierten die Hausherren zunächst zu passiv, wobei Holzheimer Großchancen dennoch ausblieben. Heimisch hätte für Beruhigung sorgen können, doch er scheiterte per Strafstoß an Dexl. Der eingelaufene Raphael Kraus war zuvor im Strafraum zu Fall gebracht worden. In der 65. Spielminute war Rehm gegen Grunner erneut mit dem Fuß zur Stelle. Kurz darauf schickte Jonas Knietig Heimisch auf der rechten Seite auf die Reise und nach dessen Flanke setzte Co-Trainer Markus Hörmann das Leder mit einer technisch anspruchsvollen Direktabnahme aus elf Metern in die Maschen. In der 76. Spielminute war die Partie endgültig entschieden. Nach einer abgewehrten Hereingabe des eingewechselten Ramazan Mazlum fiel der Ball Knietig vor die Füße und er erhöhte per Flachschuss in das linke untere Eck. Damit war die Holzheimer Gegenwehr endgültig gebrochen. Knör nach Hereingabe von Hörmann aus der Nahdistanz und Bittlmayer, der am Querbalken scheiterte, hätten für ein noch höheres Endergebnis sorgen können, ehe Schiedsrichter Jan Hoffmann mit dem Schluspfiff die langen Minuten des Wartens einläutete.
Sa. (14.00 Uhr): Showdown gegen den FC Holzheim im Bezirksliga-Abstiegskampf
(jsl) Marienstein
Der letzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd wird bereits am Samstag ausgetragen, wobei alle Partien zeitgleich um 14.00 Uhr angepfiffen werden. In Weißenburg kommt es mit dem Spiel des TSV 1860 (58 Punkte) gegen den TSV Burgfarrnbach (59) zum direkten Duell um Relegationsplatz zwei. Nutznießer eines Burgfarrnbacher Ausrutschers könnte die TSG Roth (58) sein, denn bei Punktgleichheit mit den Weißenburgern spräche der direkte Vergleich für die TSG. Man selbst empfängt die Sportfreunde Dinkelsbühl (34), die nur bei einem eigenen Sieg und Patzern der vor ihnen platzierten Teams noch auf den Relegationsplatz 14 springen können. Der SV Mosbach (39) und der ESV Ansbach-Eyb (38) wollen in Greding bzw. gegen den TSV Berching ihre Nichtsabstiegsplätze 12 bzw. 13 verteidigen. Der SV Wettelsheim (37) hat momentan den Relegationsplatz inne und würde das Entscheidungsspiel gerne umgehen. Die Aufgabe bei Meister BSC Woffenbach ist jedoch anspruchsvoll. Auch der SV Marienstein (36) ist noch im Rennen und empfängt den FC Holzheim (34) im Hofmühl-Sportpark, der seit Sonntag als zweiter Absteiger neben dem TSV Berching feststeht.
Sa. (14.00 Uhr): SV Marienstein - FC Holzheim
Bitter für den SVM ist, dass man nach den starken Leistungen der letzten Wochen den Klassenerhalt nicht in eigener Hand hat und im Falle eines eigenen Sieges auf passende Ergebnisse auf den anderen Plätzen angewiesen ist. Gegen die Spitzenteams aus Weißenburg, Dittenheim und Burgfarrnbach holten die Vorstädter zuletzt sensationelle sieben Punkte und dies, obwohl man in den letzten vier Wochen acht Spiele zu absolvieren hatte. Doch auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller punkteten zuletzt fleißig und so kommt es am letzten Spieltag zum großen Showdown. Diesem sieht Trainer Stephan Zengerle durchaus optimistisch entgegen: "Wir müssen natürlich selbst zuerst einmal unsere Hausaufgaben machen. Wir hatten in den letzten Spielzeiten immer mal wieder entscheidende Spiele vor der Brust, die wir letztendlich für uns entscheiden konnten. Ich denke beispielsweise an das 3:0 gegen die favorisierten Aufkirchener im Saisonendspurt der vorletzten Saison. Das macht mir Hoffnung, dass wir uns am letzten Spieltag zumindest noch um einen Tabellenplatz verbessern können." In diesem Falle würde den Blau-Weißen ein Entscheidungsspiel gegen den Tabellenvierzehnten der Nord-Staffel auf neutralem Platz bevorstehen.
Starke zweite Hälfte ermöglicht überlebenswichtigen Sieg: TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein 1:4 (1:0)
(jsl) Burgfarrnbach
Sowohl im Kampf um Relegationsplatz zwei als auch im Ringen um den Klassenerhalt liefern sich die Mannschaften der Bezirksliga Mittelfranken Süd ein dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen. Der zweitplatzierte TSV Burgfarrnbach (59 Punkte) und die TSG Roth (58 Punkte) verloren am vorletzten Spieltag, wodurch der TSV 1860 Weißenburg (58 Punkte) mit einem 1:3 beim TSV Berching zur TSG aufschließen konnte. Auch im Tabellenkeller fallen die Entscheidungen erst am letzten Spieltag. Mit Ausnahme der Sportfreunde Dinkelsbühl gewannen die abstiegsgefährdeten Mannschaften am 33. Spieltag allesamt ihre Spiele. Die wohl schwierigste Aufgabe hatte der SV Marienstein, der beim TSV Burgfarrnbach nach Rückstand zur Halbzeit noch mit 1:4 gewann. Da die Konkurrenten kaum Schwächen zeigten, machte der SVM nur einen Platz gut und liegt mit Rang 15 immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz.
TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein 1:4 (1:0)
Im ersten Durchgang wurde der Favorit seiner Rolle noch gerecht. Auf dem großen Platz im Fürther Stadtteil gingen die Hausherren nach 23. Minuten durch Tim Paschek in Führung. "Im ersten Durchgang merkte man den Jungs die vierte englische Woche in Folge an. Wir hatten kaum Zugriff und haben den TSV spielen lassen. Erst in der zweiten Hälfte haben wir dann das Gesicht der letzten Spiele gezeigt und teilweise sogar über dem Limit gespielt", kommentierte Trainer Stephan Zengerle die Leistungssteigerung seiner Elf. Diese kam Zengerles Aufforderung, mutiger zu spielen nach und startete nach Maß in den zweiten Durchgang. Bei einem Flankenball von Sebastian Heimisch war Jonas Hiller durchgelaufen und köpfte am langen Pfosten unhaltbar ein. Bereits in der 67. Minute hatten die Gäste die Partie gedreht und der Treffer war fast eine Kopie des 1:1. Diesmal tauchte Philipp Fink nach eine Eckball am zweiten Pfosten auf und war per Kopf erfolgreich. Von den Hausherren war in dieser Phase des Spiels fast nichts zu sehen und so musste Schlussmann Dennis Meier alles riskieren, um gegen den frei auf ihn zulaufenden Hiller zu retten. Der Glaube an den Überraschungssieg wuchs bei den Blau-Weißen minütlich und mit dem 1:3 nahm dieser Konturen an. Nach einem langen Ball behinderten sich Meier und ein Verteidiger gegenseitig und Manuel Bittlmayer brauchte nur noch einzuschieben. Kurz vor Spielende passte Andreas Knör nach Kombination mit Bittlmayer auf der linken Seite zur Mitte, wo David Baranowski in seinem ersten Punktspiel für den SVM den Endstand markierte.
So. (15.00): Vorletzter Spieltag verspricht Hochspannung
(jsl) Marienstein
Der TSV Burgfarrnbach (59 Punkte) und die TSG Roth (58 Punkte) gaben sich am drittletzten Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd keine Blöße und wahrten durch Heimsiege gegen den STV Deutenbach bzw. den TSV Greding ihre Chancen auf den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Die Hoffnung hierauf dürfte beim TSV 1860 Weißenburg (55 Punkte) und beim FV Dittenheim (54 Punkte) nur noch gering sein. Im Abstiegskampf läuft alles auf ein Herzschlagfinale mit Entscheidungen am letzten Spieltag hinaus. Am Sonntag gilt es für die abstiegsbedrohten Teams, sich in eine komfortable Ausgansposition zu bringen. Drei Abstiegsplätze (Ränge 15-17) und ein Relegationsplatz (Rang 14) sind unter sechs Mannschaften zu verteilen. Nach einem 0:3 gegen den ESV Ansbach-Eyb (Rang 13, 35 Punkte) befindet sich plötzlich der SV Mosbach (Rang 12, 36) wieder mitten im Abstiegskampf wieder. Die Sportfreunde Dinkelsbühl verbesserten sich auf durch ein 2:1 über den SV Ornbau auf den Relegationsplatz und wollen nach zwei Siegen in Serie am Sonntag gegen den TSV Greding erneut punkten. Der SV Wettelsheim (Rang 15, 34) und der FC Holzheim (Rang 17, 31) mussten auf Grund von Niederlagen Rückschläge hinnehmen und treten am Sonntag gegen den SV Ornbau bzw. gegen die TSG Roth an. Der SV Marienstein (Rang 16, 33) steht beim TSV Burgfarrnbach erneut vor einer hohen Hürde.
So. (15.00 Uhr): TSV Burgfarrnbach - SV Marienstein
Die Chance, dass der SVM diese erfolgreich nimmt, ist durchaus gegeben. Gegen die beiden Spitzenmannschaften aus Weißenburg (3:3) und Dittenheim (3:0) bestand man bravourös und will auch in Burgfarrnbach nicht leer ausgehen. "Der Sieg gegen Dittenheim war enorm wichtig für uns. Endlich haben wir uns mal belohnt und hatten auch das nötige Glück auf unserer Seite", zeigte sich Trainer Stephan Zengerle erfreut. Dabei ist er sich der Schwere der letzten Aufgabe der vierten englischen Woche in Folge bewusst: "Die Gastgeber haben im Winter die halbe Mannschaft ausgetauscht - und sich dabei sicherlich nicht verschlechtert. Coach Uwe Neunsinger hat einen Kader mit zwanzig motivierten Spielern und will über die Relegation noch aufsteigen. Im Hinspiel haben wir aber eine gute Figur gemacht und eine unnötige Niederlage kassiert. Vielleicht haben wir jetzt zum Saisonende das nötige Glück. Wir werden wohl wieder umstellen müssen. Aber wenn meine Jungs dort genauso couragiert auftreten wie zuletzt, ist alles möglich." Sollte nach Spielschluss feststehen, dass die Chance auf den Klassenerhalt weiter lebt, wäre man im blau-weißen Lager jedenfalls zufrieden.
Heimsieg hält Hoffnung am Leben: SV Marienstein - FV Dittenheim 3:0 (1:0)
Wichtiger Heimsieg gegen Angstgegner SV Marienstein besiegte gestern Abend den FV Dittenheim mit 3:0 und hofft weiter auf den Verbleib in der Bezirksliga Der SVM lebt und wehrt sich vehement gegen den drohenden Abstieg aus der Bezirksliga Mittelfranken Süd, wo gestern Abend der komplette 32. Spieltag ausgetragen wurde. Dank einer überragenden kämpferischen Leistung konnten die Schützlinge von Trainer Stephan Zengerle den favorisierten Angstgegner FV Dittenheim mit 3:0 (1:0) in die Schranken weisen. Der leidgeprüfte Coach gab sich nach dem Spiel zwar etwas erleichtert, aber immer noch fokusiert: „Es war vor dem heutigen Spiel nicht alles schlecht, was wir gespielt haben. Und es war heute trotz des Erfolges nicht alles gut. Aber der Sieg ist enorm wichtig und zeigt, dass wir bei entsprechender Einstellung mit jedem Gegner mithalten können.“ Diese erste Einschätzung des Übungsleiters kann man durchaus teilen, denn vor allem in den ersten 25 Minuten hatte sein Team einige Fehler im Spielaufbau und hätte gut und gerne 0:2 oder gar 0:3 in Rückstand geraten können. Die Dittenheimer erspielten sich sehr geradlinig beste Einschussmöglichkeiten. So in der 12. Minute, als sich ihre auffällige Nummer 9, Travis Zebisch, auf der linken Seite energisch durchsetzte, aber Stefan Meyer den klugen Rückpass aus zehn Metern neben das Tor setzte. Nur eine Minute später reagierte SVM-Keeper Gabriel Rehm hervorragend gegen einen Schuss von Zebisch aus sechs Metern. Der selbe Spieler ließ auch unmittelbar danach eine sogenannte Hundertprozentige aus kurzer Distanz aus, als er ungestört das Tor gar nicht traf. Zu diesem Zeitpunkt sahen die rund 100 Zuschauer ein gutes, temporeiches und intensives Bezirksliga-Spiel, bei dem die Gäste spielerische Vorteile hatten, aber die Heimelf kämpferisch alles in die Waagschale warf. Wieder tief durchatmen mussten die SVM-Anhänger in der 19. Minute, als erneut Zebisch aus halblinker Position nur das Außennetz traf. Doch bekanntlich rächt sich das Auslassen bester Möglichkeiten im Fußball. Praktisch mit dem ersten Torschuss ging der SVM dann in Führung. Der schon angeschlagen ins Spiel gegangene Goalgetter Manuel Bittlmayer hielt aus gut 25 Metern einfach mal drauf, sein Schuss wurde noch abgefälscht und schlug auf nassem Rasen unhaltbar flach im unteren Toreck ein - 1:0 (26.). Dieser Treffer zeigte beim Gegner Wirkung, denn fortan verloren sie mit zunehmender Spielzeit ihre Ordnung, und somit agierte Marienstein - dank ihrer tollen kämpferischen Einstellung - absolut auf Augenhöhe. In der Halbzeitpause musste Bittlmayer mit Leistenbeschwerden durch Co-Trainer Markus Hörmann ersetzt werden. Ein Wechsel, der mehr Ballsicherheit in der Offensive brachte. Schon in der 49. Minute lag das 2:0 in der Luft, doch Alejandro Calle Restrepo brachte einen Querpass des durchgebrochenen Jonas Ferstl nicht im Tor unter. Dittenheim verstärkte zwar in der Folgezeit den Druck, doch klare Torchancen wie zu Spielbeginn konnten sie sich nicht mehr erspielen. Besser machte es die Zengerle-Elf. Unglaublich war das 2:0 durch Philipp Fink (73.). Der Außenverteidiger spielte sich fast bis auf die Grundlinie durch und überraschte den Torhüter mit einem gekonnten und gewollten Schuss ins kurze Eck! Wie gesagt: Unglaublich und rotzfrech. Die ebenfalls ersatzgeschwächten Gegner, die auch ohne ihren Grippe erkrankten Trainer Martin Huber anreisten, kassierten in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch einen dritten Gegentreffer. Nach einem Konter ergab sich eine 3:1-Überzahlsituation für den SVM. Markus Hörmann donnerte dann einen überlegten Querpass von Sebastian Heimisch geschmacklos aus acht Metern ins lange Eck. SVM: Rehm, Fink, Kraus, Krieglmeier, Kouakou, Knör, Knietig, Restrepo, Ferstl (76. Bittl), Bittlmayer (46. Hörmann). Tore: 1:0 (26.) Bittlmayer, 2:0 (73.) Fink, 3:0 (93.) Hörmann; BV: keine; Zusch.: 90. (Manni Riedl)
Mi. (18.30 Uhr): Der FV Dittenheim gastiert im Hofmühl-Sportpark
(jsl) Marienstein
Am Mittwoch wird der drittletzte Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd ausgetragen. Neben dem Kampf um den Relegationsplatz zwei zwischen dem TSV Burgfarrnbach, der TSG Roth, dem FV Dittenheim und dem TSV 1860 Weißenburg verspricht vor allem der Kampf gegen den Abstieg große Spannung. In diesem gab es mit dem SV Wettelsheim am letzten Sonntag einen klaren Gewinner, denn man konnte sich mit einem 0:2 beim direkten Konkurrenten ESV Ansbach-Eyb durchsetzen und mit nun 34 Punkte die Abstiegsränge verlassen. Der Landesligaabsteiger aus Ansbach (32 Punkte) liegt auf dem Relegationsplatz, direkt vor dem FC Holzheim, den Sportfreunden Dinkelsbühl (jeweils 31 Punkte) und vor dem SV Marienstein (30 Punkte). Schlusslicht TSV Berching muss sich mit 25 Punkten bereits auf den Gang in die Kreisliga einstellen. Einzig die Sportfreunde Dinkelsbühl und der FC Holzheim treffen am Mittwoch mit dem SV Ornbau (Rang 7) und Meister BSC Woffenbach auf Teams, für die es an den letzten drei Spieltagen um nichts mehr geht. Der ESV Ansbach-Eyb ist beim ebenfalls noch nicht geretteten SV Mosbach (36 Punkte) zu Gast und der SV Wettelsheim und der SV Marienstein treffen mit dem TSV 1860 Weißenburg und dem FV Dittenheim auf Mannschaften, die sich noch Chancen auf Rang zwei ausrechnen.
Mi. (18.30 Uhr): SV Marienstein - FV Dittenheim
Der FV Dittenheim wird mit Wut im Bauch im Hofmühl-Sportpark auflaufen, denn durch eine überraschende 4:0-Niederlage in Dinkelsbühl verspielte man am letzten Samstag eine tolle Ausgangsposition. Die Gäste werden ebenso auf Sieg spielen müssen wie die Vorstädter. "Um die Liga noch halten zu können, ist jetzt auch viel Glück notwendig. Die Dittenheimer Mannschaft ist sehr dynamisch, hat starke Einzelspieler und ist nur schwer zu schlagen. Wir werden einige taktische Änderungen vornehmen und ich hoffe, dass meine Jungs den Kopf frei bekommen und erneut einen tollen Kampf abliefern werden", blickt Trainer Stephan Zengerle voraus. Beim spektakulären 3:3 gegen den TSV 1860 Weißenburg rettete Sebastian Heimisch per Foulelfmeter zumindest einen Punkt und im blau-weißen Lager hofft man, dass sich das Team am Mittwoch mit dem zweiten Sieg seit der Winterpause belohnen und die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten kann.
Ereignisreiche Schlussphase führt zu Punkteteilung: SV Marienstein - TSV 1860 Weißenburg 3:3 (2:0)
(jsl) Marienstein
Da die Meisterschaft des BSC Woffenbach bereits feststeht, dreht sich im oberen Drittel der Bezirksliga Mittelfranken Süd momentan alles um das Erreichen des Relegationsplatzes. Im Topspiel zwischen der drittplatzierten TSG Roth (55 Punkte) und dem zweitplatzierten TSV Burgfarrnbach (56 Punkte) gab es am Samstag keinen Sieger, denn man trennte sich 0:0. Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen dürften den beiden Kontrahenten jedoch gefallen haben, denn der FV Dittenheim (54 Punkte) kam bei den abstiegsgefährdeten Sportfreunden Dinkelsbühl mit 4:0 unter die Räder und auch der TSV 1860 Weißenburg (52 Punkte) wusste die sich bietende Chance nicht zu nutzen. Nach einer verrückten Schlussphase kam man beim SV Marienstein zu einem 3:3.
SV Marienstein - TSV 1860 Weißenburg 3:3 (2:0)
Die Vorstädter liegen nach dem Remis mit 30 Punkten auf dem vorletzten Rang. "Der Punkt bringt uns im Abstiegskampf nicht wirklich weiter. Aber meine Mannschaft hat durch ihre engagierte Leistung gezeigt, dass sie am Leben ist. Bis zur ominösen Schlussviertelstunde haben wir den Gästen einen tollen Kampf auf Augenhöhe geliefert. Der Spielverlauf erinnerte stark an die bittere Niederlage in Ornbau - mit dem Unterschied, dass wir heute nochmals zurück gekommen sind", analysierte SVM-Trainer Stephan Zengerle. Den Vorstädtern fehlten erneut zahlreiche Akteure und so schenkte Zengerle Jugendspieler Jonas Ferstl von Beginn an das Vertrauen. Nachdem in der Anfangsphase zwei Kombinationen mit Manuel Bittlmayer noch gescheitert waren, schlug Ferstl in der 26. Spielminute zu: Nach einem langen Ball umkurvte er TSV-Schlussman Johannes Uhl und schoss zum umjubelten 1:0 ein. Und auch beim 2:0 war eine langer Ball Ausgangspunkt für den Treffer. Bittlmayer nahm diesen an und chipte das Leder nach schönem Doppelpass mit Ramazan Mazlum über Uhl hinweg in die Maschen. In der zweiten Halbzeit hielt die blau-weiße Defensive dem Weißenburg Druck bis in die Schlussphase stand. In dieser schlugen die Gäste per Doppelschlag binnen 120 Sekunden zu. In der 82. Minute drückte Tim Lotter nach einer verlängerten Flanke den Ball über die Linie und kurz darauf wehrte SVM-Torhüter Julian Glauer-Wenzl mit dem Fuß ab, ehe Christian Leibard zentral bedient wurde, einen Gegenspieler aussteigen ließ und ausglich. Kurz nach dem Anstoß hätte der SVM beinahe zurückgeschlagen: Sebastian Heimisch bediente Bittlmayer, dem freistehend vor Uhl der Ball versprang, wodurch er über den Querbalken schoss und auf der Gegenseite kam es nach Ablauf der 90 Minuten knüppeldick für die Vorstädter. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Benjamin Weichselbaum per Bogenlampe ein. Doch damit hatte das Spiel noch nicht seine letzte Wendung genommen. In der dritten Minute der Nachspielzeit ging Raphael Kraus zum Kopfball hoch und wurde von Uhl an der Strafraumgrenze abgeräumt. Heimisch übernahm Verantwortung und verwandelte vom Punkt zum Endstand von 3:3.
So. (15.00 Uhr): TSV 1860 Weißenburg zu Gast im Hofmühl-Sportpark
(jsl) Marienstein
Am Tag der Arbeit machte der BSC Woffenbach mit einem 3:0 über den TSV 1860 Weißenburg sein Meisterstück und steht damit bereits vier Spieltage vor Saisonende als Aufsteiger in die Landesliga fest. Zahlreiche weitere Nachholspiele sorgten für eine endgültige Begradigung der Tabelle. Der TSV Burgfarrnbach (55 Punkte) liegt nach einem 1:3 im Topspiel bei der SG TSV/DJK Herrieden (52 Punkte) auf Rang zwei und auch die TSG Roth und der FV Dittenheim (beide 54 Punkte), der in Greding mit 1:2 gewann, und der TSV 1860 Weißenburg (51 Punkte) dürfen sich noch Chancen auf die Teilnahme an den Entscheidungsspielen ausrechnen. Im Tabellenkeller kam es zu zwei Duellen direkter Konkurrenten. Der ESV Ansbach-Eyb verbesserte sich durch ein 1:3 bei den Sportfreunden Dinkelsbühl (Rang 17) auf Platz 13 und damit auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der FC Holzheim (Rang 14) verpasste gegen Schlusslicht TSV Berching beim 2:2 einen Befreiungsschlag.
So. (15.00 Uhr): SV Marienstein - TSV 1860 Weißenburg
Der SV Marienstein, der zeitgleich sein Pokalfinale austrug, hatte sein Nachholspiel des 22. Spieltags bereits in der Vorwoche ausgetragen und steht nun vor der vierten englischen Woche in Folge, wenn am Sonntag der TSV 1860 Weißenburg und am Mittwoch der FV Dittenheim im Hofmühl-Sportpark gastieren. Beide Mannschaften stecken noch mitten im Kampf um Platz zwei und werden dem SVM alles abverlangen. Der erhoffte Motivationsschub durch einen möglichen Pokalsieg blieb für die Vorstädter aus und so gilt es nun, in den nächsten vier Spielen nochmals alles in die Waagschale zu werfen, um den Abstieg doch noch abzuwenden oder sich auf den Relegationsplatz zu retten. Der Abstand hierauf beträgt drei bzw. zwei Punkte. Auch die Gäste mussten mit der Niederlage beim BSC Woffenbach unter der Woche einen herben Dämpfer hinnehmen und müssten im Falle einer Niederlage ihre Aufstiegshoffnungen endgültig begraben. Anpfiff im Hofmühl-Sportpark ist um 15.00 Uhr.
Mi. (17.00 Uhr): Endspiel im Toto-Pokal auf Kreisebene
(jsl) Marienstein
Der SV Rednitzhembach und der SV Marienstein stehen sich am Tag der Arbeit im Finale des Toto-Pokals auf Kreisebene gegenüber. Die beiden Mannschaften setzten sich im Kreis Neumarkt/Jura in einem Feld von 115 Mannschaften durch und spielen nun den Nachfolger der DJK Dollnstein aus, die diesen Wettbewerb in der Vorsaison überraschend gewann. Neben der Trophäe und einem Preisgeld winkt dem Sieger ein Startplatz in der Hauptrunde des bayerischen Toto-Pokals 2019/2020, wo attraktive Gegner aus der Landesliga, Regionalliga oder gar der 3. Liga warten. Den SV Rednitzhembach führte ein wahrer Spielemarathon bis ins Endspiel. Sieben Spiele hatte man in Folge erfolgreich absolviert, ehe man im Halbfinale mit 0:1 beim TSV Winkelhaid gewann. Der SV Marienstein durfte als Bezirksligist erst im Achtelfinale in den Wettbewerb einsteigen. Ein 0:2 beim SSV Oberhochstatt und Siege nach Elfmeterschießen gegen die beiden Weißenburger Vereine TSV 1860 (Viertelfinale) und FC/DJK (Halbfinale) sorgten für die Endspielteilnahme. Der Finaltermin liegt mitten in der heißen Schlussphase der Saison und in dieser geht es für beide Mannschafte noch um einiges. Die Gastgeber liegen in der Kreisliga Nord hinter dem bereits als Meister feststehenden FC Wendelstein auf Rang zwei, der zur Bezirksliga-Relegation berechtigen würde. Drei weitere Mannschaften sind dem SVR mit nur einem Punkt Abstand auf den Fersen und so darf man sich im Ligaalltag keinen Ausrutscher mehr erlauben. Der SV Marienstein liegt in der Bezirksliga auf einem Abstiegsplatz und benötigt in den nächsten Spielen ebenfalls dringend Punkte, um den Gang in die Kreisliga zu vermeiden. Neben den zahlreichen Nachholspielen kommt für die Vorstädter mit dem Finale ein weiterer zusätzlicher Termin hinzu. Angesichts der schwierigen Ligasituation stellt sich für die Blau-Weißen die Frage, wie sie dieses Finale angehen werden: "Einige Spieler haben nach den letzten Wochen schwere Beine und deshalb werde ich dem ein oder anderen auch eine Pause geben müssen. Dennoch wollen wir das Endspiel natürlich nicht herschenken und uns mit einem Erfolgserlebnis für den Endspurt rüsten. Schließlich haben wir während der Hinserie einiges für diese Teilnahme investiert", lässt Trainer Stephan Zengerle durchblicken. Tatsächlich liegt das Halbfinale bereits über ein halbes Jahr zurück und fand damit zu einer Zeit statt, als die Vorstädter noch im Mittelfeld der Tabelle rangierten. Anpfiff beim SV Rednitzhembach ist um 17.00 Uhr.
Klare Niederlage gegen Topmannschaft: SV Marienstein - TSG Roth 1:5 (0:2)
(jsl) Marienstein
Tabellenführer BSC Woffenbach gewann am 30. Spieltag mit 1:4 beim SV Mosbach und kann bei zehn Punkten Vorsprung den Sekt bereits kalt stellen. Im Kampf um den Relegationsplatz brachte der 30. Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd keine neuen Erkenntnisse, denn alle fünf Mannschaften, die sich noch Chancen ausrechnen dürfen, gewannen ihre Spiele. Die besten Chancen hat die zweitplatzierte TSG Roth, die beim SV Marienstein souverän mit 1:5 siegte. Neben den Vorstädtern verloren auch fast alle anderen abstiegsgefährdeten Mannschaften. Einzig der SV Wettelsheim und der TSV Berching konnten nach einem 1:1 im direkten Duell zumindest einen Punkt verzeichnen, wobei sich die Hausherren gegen das Schlusslicht sicherlich mehr ausgerechnet hatten. Immerhin brachte der Punktgewinn die Verbesserung auf Platz 13 und damit auf einen direkten Nichtabstiegsplatz. Auf einem solchen, nämlich auf dem 15. Platz, liegt weiterhin der SV Marienstein.
SV Marienstein - TSG Roth 1:5 (0:2)
"Das waren heute klar verteilte Rollen. Die Rother haben unsere Defizite eiskalt ausgenutzt und absolut verdient gewonnen. Vor allem in der ersten Hälfte hatten wir kaum Zugriff auf den Gegner. Erst im zweiten Durchgang wurde unser Spiel etwas besser, wobei wir wieder zwei Tore hergeschenkt haben", musste SVM-Trainer Stephan Zengerle die Kräfteverhältnisse klar anerkennen. Nachdem der SVM dem Druck der Gäste in den Anfangsminuten standgehalten hatte, ließ man Philipp Spießl in der 20. Spielminute im Mittelfeld gewähren und sein Linksschuss aus 25 Metern schlug flach im SVM-Gehäuse ein. In der 37. Minute stand Fabio Zinnbauer nach einer Fußabwehr von SVM-Torhüter Julian Glauer-Wenzl goldrichtig und staubte zum 0:2 ab. Kurz vor der Halbzeit wäre den Hausherren beinahe der Anschlusstreffer geglückt, doch TSG-Schlussmann Philipp Kellner entschärfte einen abgefälschten Freistoß von Andreas Knör. Kurz nach dem Seitenwechsel tauchte Sebastian Heimisch alleine vor Kellner auf, doch er jagte das Leder über die Querlatte. Besser machte es auf der Gegenseite Kevin Biallas, der mit einem Schuss in den Winkel das 0:3 (50.) erzielte. Nachdem spätestens mit dem zweiten Treffer von Spießl zum 0:4 (56.) die Vorentschiedung gefallen war, wollten die Hausherren zumindest den Ehrentreffer erzielen. Kellner lenkte zunächst einen Abschluss von Manuel Bittlmayer an den Pfosten und war wenig später bei einem Kopfball von Fabian Streller zur Stelle. Zehn Minuten vor dem Spielende war er jedoch geschlagen: Der eingewechselte Alejandro Restrepo vollendete nach einer schönen Kombination. Kurz vor Schluss sorgte der ebenfalls eingewechselte Sven Müller für den Endstand von 1:5.
So. (15.00 Uhr): Heimspiel gegen den Tabellenzweiten
Nach drei Auswärtsspielen in Folge steht für unsere erste Mannschaft am Sonntag wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Mit der TSG Roth empfängt man den Tabellenzweiten. Die Gäste wollen diesen Platz, der zur Teilnahme an der Landesliga-Relegation berechtigt, in den restlichen Spielen verteidigen und haben folglich nichts zu verschenken. Für unsere Elf zählt im Abstiegskampf ebenfalls jeder Punkt und so dürfen sich die Zuschauer auf eine hart umkämpfte Partie freuen. Anpfiff im Hofmühl-Sportpark ist um 15.00 Uhr.
Unnötige Niederlage: SV Wettelsheim - SV Marienstein 1:0 (1:0)
(jsl) Marienstein
Der TSV 1860 Weißenburg musste im Kampf um den Relegationsrang einen herben Dämpfer hinnehmen, denn das Nachholspiel gegen den SV Mosbach ging überraschend mit 1:2 verloren. Ebenfalls einen Rückschlag hat der SV Marienstein hinzunehmen. Im Kellerduell beim SV Wettelsheim verlor die Zengerle-Elf trotz Feldüberlegenheit mit 0:1.
SV Wettelsheim - SV Marienstein 1:0 (0:0)
Die erste Gelegenheit der Partie hatten die Hausherren, als Kevin Rasch von David Zischler bedient wurde und Julian Glauer-Wenzl dessen Flachschuss per Fußabwehr parieren konnte. Auf der Gegenseite wurde Andreas Knör nach Zuspiel von Manuel Bittlmayer in aussichtsreicher Position geblockt und nach einem Eckball gelangte das Leder zu Philipp Fink, dessen Abschluss SVW-Schlussmann Christoph Zwar zuerst per Fuß und im Nachfassen mit der Hand um den Pfosten lenkte. Nachdem Rasch aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbeigeschossen hatte, stellten beide Mannschaften ihre Offensivbemühungen für längere Zeit ein und die Gäste dominierten das Spielgeschehen zusehends. In der 29. Minute fand Bittlmayer Sebastian Heimisch auf der rechten Seite und nach dessen Flanke wurde Knör im Zentrum noch entscheidend gestört, so dass er seinen Kopfball nicht genau genug platzieren konnte. Wenig später legte Knör ab auf Markus Hörmann, der seine Direktabnahme zu hoch ansetzte. Überraschend gingen die Mittelfranken kurz darauf in Führung. Nach einem langen Ball rutschte Pasqual Krieglmeier weg, wodurch Rasch freie Bahn hatte und Glauer-Wenzl zum 1:0 überwand. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Hörmann erneut kein Fortune: Sein Flugkopfball nach Heimisch-Flanke rauschte über den Querbalken.
Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde Krieglmeier im gegnerischen Strafraum gefoult und Hörmann scheiterte mit seinem Strafstoß ebenso an Zwar wie Knör im Nachschuss. In der Folge empfing die gut gestaffelte Wettelsheimer Defensivabteilung die Mariensteiner Angriffe, denen es meist an Durchschlagskraft fehlte. Das Mehr an Ballbesitz wussten die Blau-Weißen nicht zu nutzen und der SVW blieb bei seinen wenigen Entlastungsangriffen gefährlich. Nach einem Doppelpass auf der linken Seite und einer Hereingabe kam Michael Halbmeyer aus dem Rückraum zum Abschluss und Glauer-Wenzl hielt seine Farben im Spiel. Dass das Glück heute nicht auf Seiten der Vorstädter sein sollte, bewahrheitete sich zehn Minuten vor Schluss endgültig. Claver Kouakou setzte sich im Strafraum durch und traf nur den Querbalken. In der hektischen Schlussphase hätte Halbmeyer für die Entscheidung sorgen können, doch sein Kopfballaufsetzer strich knapp am linken Pfosten vorbei. Dennoch blieb es beim Wettelsheimer Sieg.
Do. (18.15 Uhr): Nachholpartie beim SV Wettelsheim
(jsl) Marienstein
Bei momentan zehn Punkten Vorsprung ist dem BSC Woffenbach die Meisterschaft in der Bezirksliga Mittelfranken Süd kaum mehr zu nehmen. Im Kampf um den Relegationsplatz liegen noch fünf Mannschaften aussichtsreich im Rennen und am Sonntag eroberte diesen die TSG Roth. Nach einem 0:2-Pausenrückstand kam sie im Topspiel gegen den TSV 1860 Weißenburg noch zu einem 3:2-Erfolg. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den SV Mosbach kann der TSV am Donnerstag nach Punkten wieder zur TSG aufschließen und diese sogar von Platz zwei verdrängen, sofern ein Sieg mit mehr als zwei Toren Unterschied gelingt. In der zweiten Nachholpartie des 22. Spieltags kommt es zu einem echten Kellerduell, wenn der SV Marienstein beim SV Wettelsheim antritt.
Do. (18.15 Uhr): SV Wettelsheim - SV Marienstein
Die dritte Auswärtspartie in Folge führt die Elf von Trainer Stephan Zengerle in den Treuchtlinger Ortsteil, wo der Vorletzte den Tabellenvierzehten empfängt. Die beiden Mannschaften trennen jedoch nur zwei Punkte und so könnte der SVW die Vorstädter mit einem Sieg vom Relegationsrang verdrängen. Für beide Teams zählt in den nächsten Wochen jeder Punkt und dessen ist man sich im blau-weißen Lager bewusst: "Das ist am Donnerstag einerseits ein sehr wichtiges Spiel für uns, andererseits ist es letztendlich egal, wo wir unsere Punkte holen. Fest steht, dass wir noch ein paar Siege benötigen, um den Klassenerhalt zu realisiseren - den ersten hoffentlich gleich in Wettelsheim", blickt Trainer Zengerle voraus. Die Rahmenbedingungen befindet er für suboptimal und setzt auf das kämpferische Element: "Wir haben jetzt einfach wahnsinnig viele Spiele in kurzer Zeit - über mehrere Wochen alle drei, vier Tage ein Spiel. Für eine reine Amateurtruppe ist das kaum zu stemmen. Bei uns wird wie schon letzten Donnerstag der ein oder andere Akteur fehlen, weil er eben arbeiten muss. Dennoch wollen wir in den nächsten Wochen noch einmal alle Kräfte mobilisieren und meine Mannschaft hat schon oft bewiesen, dass sie ein großes Kämpferherz hat, wenn es darauf ankommt." Nach zuletzt drei Niederlagen holten die Blau-Weißen in Greding immerhin einen Punkt und der kämpferische Einsatz stimmte dort auf jeden Fall. Für den SV Wettelsheim war das 3:0 beim ASV Zirndorf am Sonntag die fünfte Niederlage in Folge und somit reist der SVM zu einem Gegner, der fast noch mehr unter Druck steht als man selbst.
Punktgewinn im Abstiegskampf: TSV Greding - SV Marienstein 1:1 (0:1)
(jsl) Greding
Der BSC Woffenbach strebt unaufhaltsam in Richtung Landesliga. Der Aufsteiger gewann am Ostermontag gegen die Sportfreunde Dinkelsbühl mit 5:2 und hat nun neun Punkte Vorsprung, da die SG TSV/DJK Herrieden gegen den TSV Berching (23 Punkte) überraschend mit 4:3 verlor. Das Schlusslicht (23 Punkte) ist das einzige Team aus dem unteren Tabellendrittel, das dreifach punkten konnte. Der SV Marienstein kam beim TSV Greding immerhin zu einem Remis und verbesserte sich dadurch um einen Rang auf Relegationsplatz 14.
TSV Greding – SV Marienstein 1:1 (0:1)
„In der ersten Hälfte haben wir ordentlich gespielt und dann ab der 60. Minute leider wieder nachgelassen. Wir konnten auf Grund einer steigenden Fehlpassquote die Bälle nicht mehr halten und haben unsere Kontergelegenheiten schlecht ausgespielt. Letztendlich geht das Unentschieden hier so in Ordnung“, zog SVM-Trainer Stephan Zengerle nach Schlusspfiff Bilanz. Im Vergleich zur 4:0-Niederlage in Deutenbach konnte er mit Claver Kouakou und Manuel Bittlmayer wieder auf zwei Leistungsträger zurückgreifen. In der Anfangsviertelstunde war den Gästen nach drei Niederlagen in Serie jedoch die Verunsicherung anzumerken und so kam der TSV zu den ersten Chancen der Partie. Nach einem Steilpass verfehlte der frei vor SVM-Schlussmann Julian Glauer-Wenzl auftauchende Fabian Schlupf das Gehäuse nur um Zentimeter und kurz darauf setzte Marco Mayer das Leder aus vollem Lauf über das Tor. Mitte der ersten Hälfte gewannen die Gäste immer mehr an Sicherheit und erstmalig gefährlich vor dem Gredinger Tor wurde es nach einem Querpass von Jonas Hiller, doch Andreas Knör brachte das Leder vor dem Tor nicht entscheidend unter Kontrolle. Auf der Gegenseite rettete Philipp Fink mit einer perfekt getimten Grätsche gegen den einschussbereiten Fabian Wolfsteiner. In der 35. Minute spielte Fink einen langen Ball auf Bittlmayer der unter Bedrängnis abschloss und in TSV-Torhüter Felix Krenauer seinen Meister fand und wenig später entschärfte dieser erneut einen kraftvollen, jedoch zu unplatzierten Schuss Bittlmayers. Kurz vor dem Halbzeitpfiff belohnten sich die Vorstädter dann doch noch für ihre Leistungssteigerung. Nach einem Angriff über die Mitte steckte Bittlmayer durch auf Knör, der vor Krenauer an den Ball kam und den Ball an diesem vorbei in die Maschen spitzelte. Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Ein Schuss von Daniel Schlupf aus dem Rückraum und ein von Krenauer über die Latte gelenkter Fernschuss von Alejandro Restrepo vermochten für keine echte Torgefahr zu sorgen. In dieser Phase ging von den Gästen zu wenig Initiative aus und so kam der TSV nach der Hereinnahme der Offensivkräfte Fabian Koller und Raphael Eckstein immer stärker auf. Das Zusammenspiel dieser beiden ermöglichte in der 73. Minute dann auch den Ausgleich. Koller lupfte mustergültig auf den einlaufenden Eckstein, der einschoss. In der restlichen Spielzeit dominierten die Gredinger das Spielgeschehen, kamen jedoch nicht mehr gefährlich zum Abschluss.
Bezirksliga-Elf über Ostern gefordert: Auswärtsspiele am Gründonnerstag und Ostermontag
(jsl) Marienstein
Am 18. Mai ist mit Ablauf des 34. Spieltags die Aufstiegs- und Abstiegsfrage in der Bezirksliga Mittelfranken geklärt. Bis dahin sind jedoch noch zahlreiche Punkte zu vergeben, denn es stehen innerhalb dieser viereinhalb Wochen nicht weniger als acht Spieltage auf dem Programm. Besonders intensiv werden die nächsten Wochen für den SV Marienstein: Das Totopokalfinale auf Kreisebene eingerechnet läuft man innerhalb dieses Zeitraums gar neun Mal auf und steht damit vor einer Belastung, die so manche Profimannschaft nur mit Murren hinnehmen würde. In der Liga rangiert der SVM momentan auf Relegationsrang 14 und benötigt dringend Punkte. Die Wochen der Wahrheit beginnen für den SVM am Gründonnerstag mit einer Auswärtspartie beim STV Deutenbach. Dabei stehen die Blau-Weißen auch logistisch vor einer Herausforderung, denn die Partie im Teilort der Stadt Stein im Landkreis Fürth wird bereits um 18.15 Uhr angepfiffen. "Die Ansetzung an einem normalen Arbeitstag und bei dieser Distanz ist natürlich nicht optimal für uns. Wir stehen vor einer weiteren schweren Aufgabe, aber wenn es uns gelingt, an die erste Halbzeit vom Sonntag anzuknüpfen, können wir dort durchaus punkten", blickt Trainer Stephan Zengerle voraus. Tatsächlich hatten die Blau-Weißen gegen Tabellenführer BSC Woffenbach bis auf den unnötigen Elfmeter, der zum 0:1 führte, kaum etwas zugelassen und selbst vier hochkarätige Chancen vergeben. "Wir müssen ein solches Auftreten aber auch über neunzig Minuten durchziehen. Nur so können wir in dieser Liga bestehen", zeigte sich Zengerle unzufrieden mit dem zweiten Durchgang, als es kaum mehr Entlastungsangriffe gab. Der Gegner vom Donnerstag rangiert momentan im gesicherten Mittelfeld auf Rang 8 und verlor zuletzt bei der TSG Roth mit 5:3. Nach dem Spiel in Deutenbach bleibt den Vorstädtern kaum Zeit zum Durchatmen. Bereits am Ostermontag steht man mit der Partie beim TSV Greding vor der nächsten hohen Hürde.