Herzschlagfinale mit Happy-End: SV Pölling - SV Marienstein 3:4 (3:1)

 

(jsl) Neumarkt

 

Immerhin die Hälfte der Spiele konnte am 24. Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken Süd absolviert werden. Am Samstag behielt Tabellenführer SC Großschwarzenlohe gegen Kellerkind TV Büchenbach knapp mit 2:1 die Oberhand. Da das Spiel des zweitplatzierten SC Aufkirchen gegen den TSV 1860 Weißenburg abgesagt wurde, beträgt der Vorsprung des Ligaprimus nun vier Punkte. Am Sonntag überraschte die SpVgg Wettelsheim (15.) mit einem 0:3 bei der SG Herrieden (7.). Der FV Dittenheim (12.) kam zu Hause gegen den TSV Freystadt (9.) nicht über ein 0:0 hinaus. Eine kuriose Partie sahen die Zuschauer beim SV Pölling, wo der SV Marienstein dank starker 30 Minuten einen Zwei-Tore-Rückstand in einen Sieg verwandelte.

 

SV Pölling - SV Marienstein 3:4 (3:1)

 

Die stark abstiegsbedrohten Hausherren hatten die erste Chance der Partie, als Michael Knipfer nach einem Angriff über die linke Seite seinen Schuss zu hoch ansetzte. Auch ansonsten dominierten die Pöllinger das Spielgeschehen und umso überraschender ging der SVM in Führung. Ein Verteidiger vertändelte gegen Stephan Steib den Ball und dieser wurde vom Pöllinger Schlussmann Andreas Bögl von den Beinen geholt. Ramazan Mazlum verwandelte den Foulelfmeter sicher (12. Minute). Nur sechs Minuten später wurden jedoch auch auf der Gegenseite Geschenke verteilt: Zwei Mariensteiner Akteure behinderten sich bei einem hohen Ball gegenseitig und Knipfer glich aus der Nahdistanz aus. Der SVM versuchte zu antworten, doch Sebastian Schmelz jagte nach einer schönen Kombination über Fabian Streller und Mazlum das Leder über den Querbalken. In der 29. Minute erreichte ein Zuspiel Knipfer in zentraler Position und nach einer kurzen Körpertäuschung schoss er ins lange Eck ein. Nun verlor die Zengerle-Elf den Faden und Torhüter Gabriel Rehm rettete zunächst bei einer gefährlichen Bogenlampe und wenig später gegen Dominik Lettenbauer, der eine Direktabnahme auf das kurze Eck losließ. Bei einem Kopfball von Lettenbauer wäre Rehm chancenlos gewesen, doch er köpfte aus fünf Metern neben das Tor. Kurz vor dem Seitenwechsel war der SVM-Keeper geschlagen, als Gabriel Wohletz nach einem Querpass von Philipp Kunze den Ball über die Linie drückte. Somit ging es mit der verdienten Zwei-Tore-Führung für die von Ex-Profi Thomas Brunner trainierten Pöllinger in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig an den Kräfteverhältnissen: Rehm hielt seine Farben durch eine Fußabwehr gegen Kunze und bei einem strammen Lettenbauer-Freistoß, den er über die Latte lenkte, im Spiel. Ab der 60. Spielminute und auch bedingt durch die Einwechslung von Mittelfeldstratege Claver Kouakou ging ein Ruck durch das Mariensteiner Spiel. Nach 68. Spielminuten schickte Mazlum Kapitän Andreas Knör auf der rechten Seite steil und dessen Hereingabe verwertete Streller energisch. Nun drängten die Blau-Weißen auf den Ausgleich, doch zwei mal wurde eine SVM-Akteur wegen einer vermeintlichen Abseitssituation zurückgepfiffen und in der 85. Minute scheiterte Streller aus fünf Metern an Bögl. So dauerte es bis zur Schlussminute, ehe Lukas Stigler einen eigentlich ungefährlichen Linksschuss von Stephan Steib vom linken Strafraumeck ins eigene Tor klärte. Doch damit gab sich die Zengerle-Elf noch nicht zufrieden. In der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel das Leder dem eingewechselten Oliver Reichenberger nach einem Eckball vor die Füße und er schoss zum umjubelten 3:4 ein.

 

Johannes Schleißheimer
Verfasser:
Johannes Schleißheimer
Datum:
Sonntag, 11. März 2018 um 18:30
Kategorien:
Fußball, 1. Mannschaft